Einem sehr interessanten Vorschlag des früheren Hauptamtleiters der Gemeinde Großkrotzenburg, Horst Bauer, will sich der Landtagsabgeordnete Aloys Lenz jetzt annehmen.
Lenz hatte vor kurzem von der Sanierungsplanung der früheren Deponie Eisert in der Nähe des Kraftwerks Staudinger durch das Land Hessen berichtet. Daraufhin hatte Bauer angeregt, das insgesamt 62.000 m² große Gelände einer Nutzung zuzuführen, die für die finanziell angeschlagene Gemeinde sehr nützlich sein könnte.
Konkret geht es darum, dass die Gemeinde eine Ausgleichsfläche zur Verfügung stellen muss, wenn sie in bislang nicht bebaute Flächen eingreift. Bislang nutzt Großkrotzenburg dafür eine rund 15.000 m² große Fläche im sog. Baugebiet 25.1. und 25.2. Dieser Bereich markiert im aktuellen Raumordnungsplan die Begrenzung der Bebauung im Westen, so Lenz.
Die Idee ist, dieses Gelände an Grundstücksinteressenten zu verkaufen, um dort neue Einwohner anzusiedeln. Dadurch könnte die Gemeinde Einnahmen durch den Grundstücksverkauf erzielen und dadurch den Haushalt deutlich entlasten. Gleichzeitig könnte man die Einwohnerzahl vergrößern und damit Schlüsselzuweisungen des Landes Hessen und Einkommenssteueranteile erhöhen. „Ich finde den Vorschlag von Horst Bauer sehr gut und werde versuchen, diese Idee in Abstimmung mit Bürgermeister Friedhelm Engel, dem Land Hessen und dem Planungsverband zu verfolgen, sofern die Gemeinde an diesem Vorgehen ein Interesse bekundet“, betont Lenz. Er wolle die Angelegenheit zudem noch einmal mit Umweltministerin Lucia Puttrich besprechen.
Lenz ist davon überzeugt, dass die derzeitige Ausgleichsfläche - für die einst teure Baugrundstücke verwendet werden mussten - eine Wohnbebauung sehr attraktiv ist und Großkrotzenburg dadurch neue Einwohner gewinnen könne. „Es lohnt sich im Sinne der dringend benötigten Einnahmeverbesserung Großkrotzenburgs, sich ergebnisoffen mit diesem Vorschlag zu befassen“, so Lenz, der Horst Bauer dafür dankte, dass er auch im Ruhestand mit wachem Auge die Planungen der Gemeinde mitdenkt.
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