"Bürgermeisterin bleibt in Sachen Bürgerhaus seit Amtsantritt untätig", stellt die Fraktion „Initiative 2.0“ in einer Pressemitteilung fest.
"In der Pressemitteilung der Bürgermeisterin vor einer Woche erklärte sie nach über zwei Jahren Amtszeit stolz, 'dass es bezüglich des Themas Bürgerhaus nun mit großen Schritten vorangehe, und wir nun endlich durchbrechen konnten'. Der 'Durchbruch' bedeutet konkret, dass das Flachdach des maroden Gebäudes für 300 000 Euro saniert wird! Dagegen hatte die CDU noch vor drei Jahren verbindlich erklärt: 'Unser Ziel ist es, weitere hohe Belastungen für die beanspruchten Steuerzahler zu verhindern für ein Gebäude, das von den Bürgern vor Ort kaum noch genutzt wird.' Jetzt erklärt plötzlich die Bürgermeisterin, die Baumaßnahmen geschehen, um den Vereinen weiterhin die Nutzung der Versammlungsstätte zu ermöglichen. Bei ihrer 'Erfolgsmeldung' hat die Bürgermeisterin ganz vergessen, der Bevölkerung nebenbei mitzuteilen, dass inzwischen ein Investor beantragt hat, das Bürgerhaus samt Grundstück für einen Neubau einschließlich der Sanierung des gesamten Areals zu erwerben. Er muss aber bis Ende 2025 spätestens verbindlich wissen, ob dieser Verkauf möglich ist. Käme er zustande, würde das Bürgerhaus abgerissen und die 300 000 Euro Dachsanierung hätten gerade mal für knapp 2 Jahre 'Vereinstätigkeit' genutzt werden können", so Aloys Lenz, Vorsitzender der Fraktion "Initiative 2.0".
Und weiter: "Weiterhin kritisierte die CDU vor drei Jahren, dass die bislang verantwortlichen Parteien 'fünf Jahre lang in politischer Verantwortung nichts Brauchbares beim Thema Bürgerhaus auf die Reihe gebracht haben'. Sie beklagte darüber hinaus, dass 'vom hauptamtlichen Bürgermeister keine Lösungsansätze für das Problem zu erwarten sind.' Diese Kritik der CDU trifft natürlich jetzt auch die eigene Bürgermeisterin, die mit Recht betont: 'Nichtsdestotrotz muss eine politische Entscheidung bezüglich der Nutzung und der Zukunft des Bürgerhauses getroffen werden.' Nach dieser Erkenntnis stellt sie eine Reihe allgemeinverbindlicher Fragen – nur eine Antwort, auf die alle seit langem warten, gibt sie nicht. Nach all dem jahrelangen Hickhack um das Bürgerhaus brauchen wir endlich eine verbindliche klare Lösung, die von Seiten der Verwaltung mit ihrer Führungskraft vorgegeben werden muss! Denn Entscheidungen der Gemeindevertretung werden inzwischen von der Verwaltung nicht mehr als verbindlich betrachtet und umgesetzt, sondern einfach negiert – siehe die Entscheidung zur Verpachtung des Strandbades in der vergangenen Woche. So wird in einer der nächsten Sitzungen der Gemeindevertretung nichts anderes übrig bleiben, als die Verpachtung des Bürgerhauses wieder zum x-ten Mal kurzfristig zu verlängern, obwohl die CDU vor drei Jahren deutlich sich mit der zutreffenden Begründung deutlich gegen eine ständige Verlängerung“ ausgesprochen hatte, 'denn je länger die Vertragslaufzeit mit dem Pächter, desto höher das Kostenrisiko für die Gemeinde und den Steuerzahler'", so Lenz abschließend.
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