"Sehr geehrter Herr Habeck, in ihrer Bewerbung als Kanzlerkandidat haben sie angeboten, zu den Bürger*innen an den Küchentisch zu kommen. Wir als 'INITATIVE zukunftssicheres Großkrotzenburg' möchten dieses Angebot annehmen und laden Sie zu uns ein. Die Gemeindewerke Großkrotzenburg haben die Fernwärmepreise zum 1. Januar 2025 beim Arbeitspreis um das Doppelte und beim Leistungspreis um das Vierfache erhöht. Der Fernwärmekunde in Großkrotzenburg muss mit einer monatlichen Mehrbelastung von circa 300 bis 500 Euro rechnen. Die Fernwärmekunden vor Ort (ca. 740 Anschlüsse) werden damit gnadenlos über den Tisch gezogen. Es gibt ein Kraftwerk vor Ort, betrieben von der Firma UNIPER, das sich bisher an der Fernwärmeversorgung der Gemeinde beteiligt hat. Nun wurde der Block 5 in Netzreserve überführt. Die Abwärme darf nicht mehr zum Heizen der Großkrotzenburger Haushalte genutzt werden. So sieht es das Energiegesetz (§13 d) vor", heißt es im Schreiben der Fraktionsvorsitzenden Silvia Feuerbaum an den Minister.
Und weiter: "Das bedeutet: umweltfreundliche und günstige Fernwärme verpufft im wahrsten Sinne des Wortes. Die Abwärme, die entsteht und wir als Bürger*innen jeden Tag sehen können, wird sprichwörtlich in die Luft geblasen. Die über zusätzliche Mietkessel (betrieben mit teurem Erdgas) produzierte Fernwärme wird an die Gemeindewerke und ihre Kundschaft zu horrenden Preisen abgegeben. 'Damit fahren wir die Gemeindewerke Großkrotzenburg an die Wand', O-Ton des Geschäftsführer der Gemeindewerke. Denn die monatlichen Mietkosten für den Mietkessel belaufen sich auf 200.000 Euro; im Jahr 2,4 Millionen Euro. Und das muss auf die circa 740 Anschlüsse kostenmäßig umgelegt werden. Wir fragen uns, muss das wirklich sein? Wir laden Sie ein, um an unserem Küchentisch zu diesem Thema Stellung nehmen und haben noch einen Funken Hoffnung, diese Mehrbelastung für die Bevölkerung abwenden zu können. Denn ihr Ministerium und die nachgeordneten Behörden wie die Bundesnetzagentur haben diese Entwicklung mit zu verantworten."
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