Das habe die Initiativgruppe zur Kenntnis nehmen müssen: "Die anfängliche Verärgerung, wie auf der ersten Versammlung im Dezember 2024 im Bürgerhaus, ist offenbar schon wieder verflogen. Vielleicht sind viele ja auch zufrieden mit der homöopathischen Dosis der Preisreduktion der Gemeindewerke. Ich denke, dass viele den Schlag noch nicht gehört haben und die große Überraschung schon bald folgt. Dann wird der Ärger aber in Enttäuschung umschwenken“, betont Reuter.
Und weiter: "Warum sollen die 25 interessierten anwesenden Bürger der Gemeinde die Vorbereitungen für ein erfolgreiches Bürgerbegehren gegen ein Investitionsprojekt von circa 30 Millionen Euro der Gemeindewerke Großkrotzenburg für circa 700 Hausanschlüsse beziehungsweise circa 3.000 Haushalten den Umbau der Fernwärmeversorgung fortsetzen, wenn doch die überwiegende Mehrheit der Fernwärmenutzer in der Gemeinde Großkrotzenburg mit ca. 374 Euro an 'Einsparungen' nur für das Jahr 2025 zufrieden ist? Die Initiativgruppe ist davon überzeugt, dass die tatsächlichen Fernwärmekosten dramatisch steigen werden, wenn das Millionen Euro Investitionsprojekt der Gemeindewerke Großkrotzenburg GmbH voraussichtlich in 2026/ 2027 fertig erstellt ist und dann die Kosten auf die Nutzer der Fernwärme in Großkrotzenburg umgelegt werden müssen. Außerdem wollen sich auch viele derzeitige Nutzer der Fernwärme für die Wärmepumpe entscheiden. Dann wird der Fernwärmepreise für die übrig geblieben Nutzer der Fernwärme noch weiter erheblich steigen! Obwohl die Initiativgruppe Fernwärme mehrfach auf die Stadtwerke Hanau GmbH mit ihrem erfolgreichen Umbau der Fernwärmeversorgung mit ca. 90 Mio. Euro und einem neu erbauten Blockheizkraftwerk in Hanau‐Großauheim für 19.000 Haushalte hingewiesen hatte, war das für die Fernwärmenutzer in Großkrotzenburg kein überzeugendes Argument, dass ein Anschluss an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Hanau GmbH für unsere Gemeinde versorgungssicher und zu wesentlich günstigeren Fernwärmepreisen zielführender gewesen wäre, als in ein eigenes Heizwerk in Großkrotzenburg Millionen Euro zu investieren. Die Initiativgruppe Fernwärme ist davon überzeugt, dass kein Wirtschaftsprüfungsunternehmen die Wirtschaftlichkeit des umfassenden Millionen Euro Investitionsprojekts in Großkrotzenburg vor Beschlussfassung durch Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der Gemeindewerke Großkrotzenburg GmbH ausführlich geprüft hatte! Das alleine wäre schon ein Skandal. Es hätte insgesamt die Chance einer künftigen Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Hanau GmbH genutzt werden können, die auch weitere Versorgungsleistungen anbietet wie Strom, Öko‐Erdgas, Klimaneutrale Fernwärme, Trinkwasser, Heizstrom und ist Energiepartner für Unternehmen."
Eine spätere mögliche Fusion mit den Stadtwerken Hanau GmbH hätte aus Sicht von Reuter für die Region eine Wachstumschance und Stärkung der Wettbewerbsbedingungen darstellen können: Den heutigen Anforderungen und Herausforderungen der Energiewende ist nur im Schulterschluss zu begegnen. Durch die Initiierung regenerativer Investitionsprojekte der Stadtwerke Hanau GmbH hätten auch die Kunden aus Großkrotzenburg partizipieren können und hätten bei einer Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Hanau für die Energieverbrauchskosten weniger ausgeben müssen! Aufgrund der großen Herausforderungen im Zusammenhang mit der bevorstehenden Energiewende und den damit verbundenen Kapitalanforderungen von allen Stadt und Gemeindewerken wäre eine Kooperationen oder eine spätere mögliche Fusionen mit den Stadtwerken Hanau absolut zielführend gewesen. Stadt‐ und Gemeindewerke müssen sich auf neue Rahmenbedingungen einstellen und ihre Unternehmen zukunftsfähig und strategisch ausrichten. Die Stadtwerke Hanau sind in diesem Zusammenhang bestens aufgestellt! „Mit dem Bürgerbegehren hätten wir Bürger die Chance gehabt, den Verantwortlichen in der Gemeinde die rote Karte zu zeigen! Das Bürgervotum hätten sie nicht einfach ignorieren können“ erklärte abschließend der Sprecher der Initiativgruppe Fernwärme Großkrotzenburg, Klaus Reuter, Bürgermeister a.D.. Die Initiativgruppe Fernwärme ist jetzt Geschichte in der Gemeinde."
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