Die Entwicklung Großkrotzenburgs tritt auf der Stelle

Großkrotzenburg

"Die Bürgermeisterin setzt Beschlüsse des Parlaments nicht um", behauptet die Fraktion „Initiative 2.0“ in einer Pressemitteilung.

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Und weiter: "Lassen wir das derzeit gravierendste Problem unserer Gemeinde einmal außen vor: die weitere Versorgung hunderter Haushalte mit bezahlbarer Fernwärme durch die Gemeindewerke. Hier schwelt derzeit ein Konflikt mit der Partnerorganisation EAM, die den Gemeindewerken vor Jahren durch ein Beratungsbüro empfohlen wurde. Im nachhinein hat sich jedoch herausgestellt, dass dies schon bei Vertragsabschluss zum Nachteil der Gemeinde war. Wie es weitergeht, sieht nicht rosig für uns aus. Das Vertrauen einer Vielzahl von Kunden ging verloren. Darüber hinaus hat die Gemeinde seit Jahren eine Fülle von weiteren Problemen, die nicht gelöst, sondern einfach weiter vor sich hergeschoben werden: Und wird einmal ein Thema angepackt, dann sind natürlich immer andere schuld, wenn es nicht funktioniert, wie z.B. die monatelange Sperre der Bahnhofstraße. Laut Unternehmen hätte die Baumaßnahme bereits im September letzten Jahres, also vor 6 Monaten, abgeschlossen sein sollen. Wie geht es weiter mit dem Bürgerhaus? Wer nutzt es denn überhaupt? Treffen sich hier die Bürgerschaft oder welche Vereine, oder dürfen wir uns die nächsten Jahre wieder von Herzen über die außerhäusigen Hochzeiten aus anderen Kulturkreisen freuen? Vor vier Jahren noch hat die CDU dem damaligen Bürgermeister den Vorwurf gemacht, ideen- und tatenlos zu sein und keine Entscheidung über dessen weitere Zukunft zu treffen. Heute treten wir auf der gleichen Stelle, auch die jetzige Bürgermeisterin stößt keine Entscheidung an. Wir haben vier wertvolle Jahre verloren und müssen routinemäßig am Ende des Jahres wieder den gegenwärtigen Pachtvertrag verlängern. Inzwischen wurde für weit über 300 000 € eine Dachsanierung des insgesamt maroden Gebäudes vorgenommen. Weitere Rechnungen zur Überprüfung der Bausubstanz sind schon in Auftrag gegeben."

Und es gibt laut Fraktion „Initiative 2.0“ noch mehr ungelöste Probleme: "Das Posthotel dämmert vor sich hin. Die fast 2 Millionen Schulden des Eigentümers gegenüber der Gemeinde sind natürlich noch nicht beglichen. Der Mainradweg, dessen Sanierung mehrfach mit Dringlichkeit von den Gemeindevertretern gefordert wurde und von Verkehrsexperten als höchst gefährlich eingestuft, kann nur noch mit Rosenkranz und flehenden Stoßgebeten befahren werden. Die Errichtung eines Gastronomieangebots auf den Mainwiesen, die diese ungenutzte Seite unserer Gemeinde erfreulich beleben würde, wird seit vier Jahren von den politisch Verantwortlichen bewusst verschleppt. Der Frühling hat gerade begonnen. In den umliegenden Kommunen werden wir uns wieder an der städtischen Blumenpracht erfreuen, in Großkrotzenburg werden die triste Unbehaglichkeit und Ungepflegtheit der öffentlichen Beete und Grünflächen wieder nur die Wühl-, Spitz- und Springmäuse begrüßen, wie schon im letzten Jahr, als von der Gemeindevertretung der Antrag unserer Fraktion beschlossen wurde: „Großkrotzenburg soll wieder erblühen“ – nur geschehen ist nichts! Vor über einem Jahr wurde unser Antrag beschlossen, den Brunnen am Theodeor-Pörtner-Haus wieder in Gang zu setzen. Geschehen ist nichts! Großkrotzenburger Jugendliche haben unseren Antrag voll unterstützt, endlich einen Bolzplatz anzulegen. Seit zwei Jahren wird jetzt von der Verwaltung eine geeignete Fläche gesucht – bis heute vergeblich. Wenn überhaupt etwas Bedeutendes geschieht, wie die Anbringung eines Bienenfutterautomaten nach 4 (vier!) Jahren, dann weiß inzwischen die Bevölkerung, dass man mehr als einen langen Atem haben muss, bis sich etwas ändert. Die Untätigkeit und Missachtung der Beschlüsse der Gemeindevertretung durch die Bürgermeisterin wird inzwischen bei sehr vielen Gemeindevertretern nicht nur hinter vorgehaltener Hand artikuliert. So wurde schon vor einem halben Jahr aus dem Kreis des Präsidiums in einer Rund-Mail folgende Feststellung getroffen: „Hallo Theresa …  Deine Fragen…lassen mich befürchten, dass Du nicht mehr das nötige Engagement für Dein Amt hast“. Zu den zuvor genannten Beschlüssen der Gemeindevertretung kommen noch mindestens zehn (10!) weitere hinzu, die in den letzten vier Jahren alle unbearbeitet liegengeblieben sind. In Großkrotzenburg entscheiden nicht die Gemeindevertreter - wie es in der Hessischen Gemeindeordnung verankert ist - über die Grundlagen der Politik, sondern allein die Bürgermeisterin nach Lust und Laune", so die tief enttäuschte Fraktion „Initiative 2.0“.

 


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