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In einer gemeinsamen Erklärung äußern sich Fraktionsvorsitzender Daniel Protzmann, der umweltpolitische Sprecher Christoph Zeller sowie die sozialpolitische Sprecherin Ulrike Schöttelndreier zu den aktuellen Herausforderungen und notwendigen Schritten. „Die Unsicherheit bei den Bürgerinnen und Bürgern ist verständlich“, so Daniel Protzmann. „Deshalb müssen wir als Gemeinde jetzt alle Optionen prüfen und dafür sorgen, dass die Fernwärmeversorgung verlässlich und wirtschaftlich gesichert wird.“

Die FDP verweist darauf, dass die damalige Entscheidung zur Umsetzung des Fernwärmeprojekts auf fundierter technischer und rechtlicher Beratung durch externe Fachbüros basierte. „Wir haben bewusst auf die Expertise teils langjähriger externer Berater und Partner gesetzt, um eine Fehlentscheidung zu vermeiden", betont Christoph Zeller. Diese Beratungen hätten sich im Nachhinein als Fehler erwiesen. Die Nähe zum Uniper-Standort habe viele Jahre Vorteile durch günstige Abwärme geboten. Doch durch den Kohleausstieg habe sich die Lage grundlegend verändert.

Neue Realitäten seit dem Ukraine-Krieg und dem Kohleausstieg

„Der Krieg in der Ukraine und die daraus folgenden energiepolitischen Entwicklungen haben auch unser Projekt getroffen“, erklärt Daniel Protzmann. „Das einst tragfähige Konzept musste plötzlich unter völlig neuen Vorzeichen weitergedacht und neu gerechnet werden.“ Auch die Rolle des hessischen Wirtschaftsministeriums und der Umgang mit Uniper in der Frage der Wärmeauskopplung aus dem Kraftwerk nach dem Kohleausstieg wirft aus Sicht der FDP viele Fragen auf.

„Während die Gemeinde das Bebauungsplanverfahren für das Projekt mit Hochdruck vorangetrieben hat, haben wir auf Entscheidungen bei Uniper teils über ein Jahr gewartet“, kritisiert Christoph Zeller. Das habe auf allen Seiten Vertrauen gekostet. Nun gelte es, pragmatische Lösungen zu finden.

Alle Optionen auf den Tisch – Versorgung muss gesichert werden

Die FDP plädiert dafür, alle Wege zu prüfen: Gespräche mit Uniper, mit der Stadt Hanau, aber auch ein möglicher Kauf oder die Miete von Kesseln. „Auch Synergien mit einem neuen Kraftwerk am Standort Staudinger sind denkbar. Es müssen alle Möglichkeiten genutzt werden, die Infrastruktur am Kraftwerksstandort auch für die Fernwärmeerzeugung mitzubenutzen“, so Zeller. „Das Ziel ist klar: Wir müssen als Gemeinde die Kontrolle über unsere Wärmeversorgung behalten.“

„Unser gut ausgebautes Fernwärmenetz ist eine Chance“, ergänzt Daniel Protzmann. Technologische Offenheit ist für die FDP dabei ein Muss. Christoph Zeller: „Großwärmepumpen wie in Mannheim zeigen, was möglich ist. Doch wir müssen immer prüfen, was für Großkrotzenburg realistisch ist.“

„Zudem müssen wir die Bürgerinnen und Bürger künftig frühzeitiger informieren und einbinden“, fordert Ulrike Schöttelndreier. „Das Interesse an unserer Informationsveranstaltung zur Fernwärme 2022 hat gezeigt, dass der Dialog gewünscht wird.“

Soziale Härtefälle berücksichtigen – Förderung nutzen

Die FDP setzt sich auch für sozial ausgewogene Lösungen ein. „Wichtig ist, dass wir schnell verlässliche und wettbewerbsfähige Wärmepreise sicherstellen“, betont Schöttelndreier. „Nur so schaffen wir Planungssicherheit für alle Haushalte. Gleichzeitig müssen wir schauen, wo es Fördermittel von Bund, Land und EU gibt. Auch an soziale Härtefälle müsse gedacht werden.“

Daniel Protzmann fasst abschließend zusammen: „Die Interessen der Gemeinde Großkrotzenburg gehören an erste Stelle. Dafür braucht es verlässliche Partner und politische Entschlossenheit – beides werden wir als FDP unterstützen.“


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