Fraktion „Initiative 2.0“: Arbeitsbilanz der Bürgermeisterin wenig erfreulich

Großkrotzenburg

Die von der Fraktion „Initiative 2.0“ eingebrachte Forderung nach einer „Beschlusskontrolle“ war Gegenstand der letzten Gemeindevertretersitzung.

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Die dort erfassten Ergebnisse der routinemäßigen Arbeit der Gemeindeverwaltung und die aus ihrer Sicht zu erwartende Zurückweisung der Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Bürgermeisterin durch den Landrat nahm die Fraktion „Initiative 2.0“ zum Anlass, von einer positiven Arbeitsbilanz zu sprechen.

"Gerechterweise sollten auch die ca. 50 noch unerledigten Beschlüsse erwähnt werden, die zur Bilanz der Rathauschefin gehören. Hier einige Beispiele dieser einfach liegen gelassenen Projekte, die laut Hessischer Gemeindeordnung von der Bürgermeisterin prioritär bearbeitet werden müssen:

  •  Seit Jahren gibt es kein Konzept für den Weiterbetrieb und die Zukunft des Bürgerhauses, das marode Gebäude rottet vor sich hin. Dennoch wird von der Mehrheit der Gemeindevertretung als völlig verfehlte Einzelmaßnahme noch eine fast halbe Million für eine Dachsanierung verpulvert. Noch als Gemeindevertreterin forderte Theresa Neumann vor 4 Jahren sofort keine Verlängerung des gegenwärtigen Pachtvertrags, sondern „zügig belastbare Beschlüsse für die Zukunft des Areals.“ Sie kritisiert Bürgermeister Bauroth, dass er „keine Lösungsansätze für das Problem“ vorgelegt hat. – Doch die gleiche Untätigkeit setzt sie seit drei Jahren Tag für Tag fort!
  •  Früher war die Kirche das deutliche Wahrzeichen des Ortes, heute sind es die ausgedienten Ruinen des Kraftwerks und die Brandruine des seit Jahren leerstehenden Posthotels.
  •  Früher konnte man sich an fünf sprudelnden Brunnen erfreuen, die in der Sommerhitze für Kühlung sorgten, heute schafft es die Bürgermeisterin nicht, die vor zwei Jahren von der Gemeindevertretung beschlossene Sanierung des Brunnens am Theodor-Pörtner-Haus überhaupt in Angriff zu nehmen.
  • Früher erfreute noch ein einzelner Blumenschmuck öffentliche Flächen, heute „schmückt“ seit Jahren der Dreckplatz eines Bauunternehmens die östliche Ortseinfahrt und wild wuchernde Unkrautplätze all überall im Ort. Der von unserer Fraktion eingebrachte Antrag „Großkrotzenburg soll wieder erblühen“ landete wahrscheinlich in der Biotonne.
  • Früher kickten Jugendliche ganz selbstverständlich auf einem entsprechenden Spielplatz. Bis heute erkundet immer noch die Verwaltung vergeblich, für den von der Gemeindevertretung vor 2 Jahren beschlossenen Antrag unserer Fraktion für einen „Bolzplatz“ überhaupt eine Fläche ausfindig zu machen.
  • Eine Verlegung des Glasfasernetzes wurde von der Gemeinde für die Außenbezirke „Hexeneiche“ und „Nassmühle“ schlichtweg vergessen. Der Antrag unserer Fraktion
  • brachte die Verwaltung endlich in Bewegung.
  • Seit 5 Jahren schlummert ein beschlossener SPD-Antrag auf irgendwelchen Bürotischen oder in Hängeordnern zur „Umgestaltung der Infrastruktur zur Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen“. Bisher erfuhr keiner der Gemeindevertreter, wann und welche Maßnahmen überhaupt in Angriff genommen werden sollen. Gelder für einen Aufzug am Theodor-Pörtner-Haus stehen im Haushalt. Dort ruhen sie gut so wie der passende Aufzug in irgendeinem Auslieferungslager, wenn er überhaupt schon bestellt wurde.
  • Vor drei Jahren beschließt die Gemeindevertretung, den Vorplatz der ehemaligen Synagoge neu zu gestalten. Eine Kleinigkeit für den Bauhof – doch geschehen ist bis heute nichts
  • Vor 2 Jahren beschließt die Gemeindevertretung auf Antrag der Grünen, Photovoltaik- Anlagen auf den öffentlichen Gebäuden der Gemeinde zu installieren. Eine gute überfällige Maßnahme! Geschehen ist bis heute ebenfalls nichts

Alle diese Projekte und Aufträge hätten schon längst erledigt werden können. Noch über 50 unerledigte Beschlüsse warten auf ihre Umsetzung. Dies ist ein negativer Rekord im gesamten Main-Kinzig-Kreis. In keiner der übrigen 28 Städte oder Gemeinden gibt es eine solche Fülle unerledigter Arbeiten in der Verwaltung. Zur Bilanz der Bürgermeisterin gehört natürlich auch das Desaster um die Fernwärmeversorgung, wobei durch deren Scheitern und erschreckend überhöhte Verbrauchskosten ein Großteil unserer Bürgerinnen und Bürger das Vertrauen in Verwaltung und Politik verloren hat", so die Fraktion „Initiative 2.0“ abschließend in der Pressemitteilung.


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