„Unsere gemeindlichen Außenanlagen vermitteln ein ungepflegtes Ortsbild. Nicht nur im Vergleich mit anderen umliegenden Kommunen schneiden wir schlecht ab“, bedauert der SPD-Gemeindevertreter Uwe Bretthauer.
„Unsere gemeindlichen Außenanlagen vermitteln ein ungepflegtes Ortsbild. Nicht nur im Vergleich mit anderen umliegenden Kommunen schneiden wir schlecht ab“, bedauert der SPD-Gemeindevertreter Uwe Bretthauer.
Und weiter: "Die Gehwege sind teilweise so uneben, dass man sie weder mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl nutzen kann. Von Barrierefreiheit ist nicht zu sprechen und auch Menschen mit einfachen Gehhilfen geraten leicht ins Stolpern. Es bestand die Hoffnung, dass nach den Aufbrüchen für das Glasfaserkabel bei der Wiederherstellung Wert auf die Verkehrssicherheit gelegt würde. Tatsächlich hat ein externes Unternehmen nur eine Aufnahme gemacht, ob die Gehwege nach der Wiederherstellung dem teilweise katastrophalen Zustand vor dem Aufriss entsprechen. Das soll so sein, schreibt der Gutachter, dessen Stellungnahme allerdings noch nicht öffentlich gemacht wurde. Auch die der Gemeinde zuzurechnenden Straßen und Gehwegrinnen bieten mit Schlaglöchern und wildem Grünbewuchs Anlass zu heftiger Kritik. Das war bereits vor Jahresfrist Anlass für die SPD-Fraktion, nach dürftigen Antworten des Rathauses auf Anfragen zusätzliche Mittel in den Haushalt einzustellen. Wahrnehmbar war deren Verwendung allerdings nicht. Weder parlamentarische Anfragen noch zusätzliche Mittel führten zu Verbesserungen. Viele öffentliche Flächen waren und blieben ungepflegt. Nicht nur das Beispiel Bürgerhaus, für das die Unterhaltungsverpflichtung an Dach und Fach bei der Gemeinde liegt, ist ein Beispiel für lange unterlassene Unterhaltungsmaßnehmen! Beim Umbau der Gemeindebücherei wurde festgestellt, dass die Elektroanlagen unsicher waren und dringend erneuert werden mussten. Der Auftrag der Gemeindevertretung an das Rathaus, gerade auch bei dieser sicherheitsrelevanten Frage bei allen gemeindlichen Liegenschaften dringend zu agieren, blieb bis jetzt ohne Resonanz. Auch die beiden als Seniorenwohnanlagen bezeichneten Gebäude in der Bahnhofstraße und am Dammsweg haben erheblichen Sanierungsbedarf. Der Keller in der neueren Seniorenwohnanlage in der Bahnhofstraße ist seit Jahren nass, ohne dass dies den Eigentümer, also die Gemeinde, kümmert. Die Nutzungsmöglichkeit der Kellerräume, z.B. für den Behindertenbeauftragten und den Schiedsmann ist damit nicht mehr gegeben, abgesehen davon, dass es sich um gefangene Räume handelt. Die Bewohner der Seniorenwohnanlage Dammsweg könnten die vorhandene Grünanlage gut nutzen. Allerdings ist weder der Weg in die Grünzone ebenerdig, noch sind die vorhandenen Gehwegplatten eben verlegt. Für ein Gebäude, in dem Senioren und auch in der Beweglichkeit eingeschränkte jüngere Menschen, wohnen, ist dies ein unhaltbarer Zustand. Seit Jahren werben die Bewohnerinnen und Bewohner beim Rathaus für eine Sanierung, aber bis jetzt ohne Ergebnis. Barrierefreiheit dort soll auch ein vor einigen Jahren angebauter Fahrstuhl gewährleisten. Alleine: Das Gebäude wurde in verschiedenen durch Treppen miteinander verbundenen Stockwerke errichtet. Der Fahrstuhl erreicht davon aber nur wenige und ermöglicht vor allem auch keinen Zugang zum Keller, in dem sich die Waschküche befindet."
Barrierefreiheit - Fehlanzeige!
Gleiches gelte für die verkehrliche Infrastruktur: "Seit Jahren ist auf Antrag der SPD Beschlusslage der Gemeindevertretung, ein Ein-Euro-Ticket für Busse im innerörtlichen Verkehr umzusetzen. Damit sollten innerörtliche Fahrten auf besagten einen Euro verbilligt und die Kostendifferenz durch die Gemeinde übernommen werden. Bis jetzt, wie auch die barrierefreie Umgestaltung der Bushaltestellen, Fehlanzeige. Das Ärztehaus konnte nur an der jetzigen Stelle errichtet werden, also am Ortsende von Großkrotzenburg. Insofern hat sich die SPD-Fraktion frühzeitig dafür eingesetzt, dort Bushaltestellen zu errichten, damit in ihrer Beweglichkeit eingeschränkte Bürgerinnen und Bürger nicht den ganzen Weg dorthin laufen müssen. Noch im Herbst 2024 wurden Mittel für die Errichtung des erforderlichen Gehweges in Verlängerung vom Friedhof eingeplant. Auch hier sind nach zwei Jahren die dringend erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen nicht angegangen. In der Bürgerversammlung genannte Bauzeiten sind längst überschritten, ohne dass überhaupt nur begonnen wurde. Wir wollen zukünftig einen ordentlichen Umgang mit dem Gemeindevermögen sicherstellen. Die SPD hat sich sehr frühzeitig damit beschäftigt und in vergangenen Haushalten die erforderlichen Mittel eingestellt. Leider sind diese Initiativen ins Leere gelaufen, da sie vom Rathaus nicht umgesetzt wurden. Das Vermögen der Gemeinde, also der Bürgerinnen und Bürger, wurde damit in der Vergangenheit ohne Not geschädigt. Wir wollen das nach der Kommunalwahl gemeinsam besser machen“, betont das aktuelle Bauausschussmitglied Thomas Tschirner.
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