"Soziale Verantwortung der Gemeinde – Fehlanzeige!"

Großkrotzenburg

„Wir sind da und kümmern uns gemeinsam!“, betonen Ursula Efker-Bergmann und Ipek Yaman für die Großkrotzenburger SPD.

Hanau News

"Sie betonen das deshalb, weil die Generationen nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen, sondern vielmehr der gesamte Altersquerschnitt unserer Bevölkerung für unsere Gemeinde gleich wichtig ist. Deshalb kann es auch nicht heißen: Seniorenwohnungen oder Jugendzentrum! Beides sind unbedingt zu erhaltende Einrichtungen der Gemeinde, die allerdings derzeit von Teilen der Fraktionen sehr distanziert betrachtet werden. So wird immer wieder über einen Verkauf der Seniorenwohnungen an der Bahnhofstraße und am Dammsweg geredet. Beides sind soziale Einrichtungen unserer Gemeinde, in denen Menschen ihre Wohnungen haben. Häufig gehören dazu Menschen mit geringem Einkommen und schmaler Rente. Ebenso häufig finden dort Menschen eine Wohnung, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, obwohl sie begrifflich in den Seniorenwohnungen scheinbar falsch sind, da es sich auch um noch jüngere Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen handelt. Wir dürfen unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die auf preisgünstigen und barrierefreien Wohnraum angewiesen sind, nicht alleine lassen,“ kommentiert der stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Sven Hinterschuster.

Und weiter: "Bewusst haben frühere Mehrheiten in der Gemeindevertretung diese Einrichtungen geschaffen, um damit der sozialen Verantwortung der Gemeinde gerecht zu werden. Bereits heute sind die Kosten selbst dort nur schwierig für einen Teil der Bewohner zu tragen, weil z.B. die Fernwärme die zu zahlenden Umlagen erheblich steigen ließen. Gleiches gilt für die von der Gemeinde zu leistende Unterhaltung der Gebäude und der Außenanlagen, die alles andere als barrierefrei sind. Der große Garten am Seniorenwohnheim 1 ist nur sehr schwierig zugänglich, weil die vorhandenen Stufen und die defekten Gehwegplatten nicht beseitigt werden. Aus Angst vor einer möglichen Eigenbeteiligung werden entsprechende Vorstöße durch die Mieterinnen und Mieter nur sehr zurückhaltend geäußert."

"Soziale Verantwortung der Gemeinde – Fehlanzeige!"

Die gesamte Infrastruktur an Grundstücken und Gebäude finde keine ausreichende Beachtung: "Ähnliches 'Spiel' auch beim Jugendzentrum (JUZ). Zwar wurde das JUZ vor wenigen Jahren grundsaniert, wird aber jetzt zur Disposition gestellt. Der barrierefreie Zugang muss hier auch ein mittelfristiges Ziel sein, obwohl er derzeit körperlich eingeschränkten Jugendlichen von Gleichaltrigen ermöglicht wird. Am 23.10.2025 hat die Gemeindevertretung auf Antrag von CDU, Grünen und Initiative 2.0 folgenden Beschluss gefasst: 1. Die Gemeindevertretung beauftragt den Gemeindevorstand, eine Bürgerbefragung zur zukünftigen Nutzung des Bürgerhauses vorzubereiten. Der Text der Bürgerbefragung soll sich an folgender Fragestellung orientieren:

„Ich bin
a) für den Abschluss eines erbbaurechtlichen Vertrages im Rahmen einer Ausschreibung bzw. eines Bieterverfahrens ähnlich dem Strandbad
b) für eine Sanierung des Bürgerhauses und den zukünftigen Betrieb durch die Gemeinde Großkrotzenburg
c) für einen Neubau des Bürgerhauses in verkleinerter Form
d) für einen ersatzlosen Abriss des Bürgerhauses und eine städtebauliche Neubeplanung des Areals.“

Damit stellen die antragstellenden Fraktionen sowohl den ersatzlosen Abriss des Bürgerhauses als auch einen langen Zeitraum der Sperrung von Bürgerhaus und JUZ zur Abstimmung, gegen die 9 Stimmen von SPD, FDP und Initiative. Die Beteuerungen, das JUZ auf jeden Fall erhalten zu wollen, stehen im krassen Gegensatz zu dem von CDU, Grünen und Initiative 2.0 gestellten Antrag! Wir stehen dafür, dass JUZ uneingeschränkt in den vorhandenen Räumlichkeiten weiterzuführen und dementsprechend auch das Bürgerhaus in seiner jetzigen Funktion als einzige barrierefrei erreichbare Versammlungsstätte zu erhalten. Dies umso mehr, als die Finanzlage der Gemeinde so verheerend ist, dass alle neue Investitionen kritisch betrachtet und priorisiert werden müssen und somit ein Neubau oder auch die eigene Sanierung nicht finanzierbar sind,“ betonen Ursula Efker-Bergmann und Ipek Yaman.

Die SPD setze sich klar ein für:
⦁ den Erhalt der Seniorenwohnungen am Festplatz und in der Bahnhofstraße
⦁ bezahlbaren Wohnraum für Senioren und Menschen mit Beeinträchtigungen
⦁ konsequente Barrierefreiheit bei allen neuen Bauprojekten
⦁ den Erhalt des Jugendzentrums an der bisherigen bewährten Stelle
⦁ soziale Verantwortung gemeinsam mit einer noch zu wählenden Jugendvertretung, dem Seniorenbeirat und dem ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten.


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