"Das Fernwärmeprojekt in Großkrotzenburg hat sich zu einem der bedeutendsten wirtschaftlichen und politischen Probleme für die Gemeinde entwickelt", so der ehemalige Bürgermeister Klaus Reuter in einer Pressemitteilung.
Ursprünglich als fortschrittliche Energieinitiative gepriesen, sei es nun zu einem finanziellen Desaster mit Millionenverlusten, einem insolventen Betreiberunternehmen und einer massiven Vertrauenskrise geworden: "Die Gemeindewerke Großkrotzenburg GmbH (GWG) und die politischen Führungskräfte haben es bisher versäumt, der Öffentlichkeit substanzielle Antworten zu geben."
Bereits in der Pressemitteilung vom 3. Februar 2026 mit dem Titel "Fernwärme-Fiasko in Großkrotzenburg, Millionenverluste und fehlende Verantwortung!" wies der ehemalige parteilose Bürgermeister Klaus Reuter auf die aus seiner Sicht alarmierende Entwicklung hin: "Doch von den Verantwortlichen kam keine Reaktion. Dieses anhaltende Schweigen ist kein Zufall; vielmehr verstärkt es den Eindruck, dass unangenehme Wahrheiten bewusst vermieden werden."
Millionenverluste und strukturelle Fehlplanungen
Die Insolvenz der Wärme Energie Großkrotzenburg GmbH (WEG) am 25. März 2025 führte laut Reuter zu erheblichen finanziellen Verlusten: "Laut vorliegenden Informationen belaufen sich diese auf zwischen 4 und 7 Millionen Euro. Diese Verluste betreffen nicht nur die Gemeindewerke selbst, sondern auch alle Bürger durch drohende Gebührenerhöhungen für Strom und Fernwärme, um diese Verluste ausgleichen zu können.
Grundlegende Fragen stellen sich:
- Wurden Wirtschaftlichkeitsberechnungen nachweislich von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführt?
- Wurden Risiken wie Preisentwicklungen, die Anzahl der Fernwärmekunden oder technische Herausforderungen korrekt eingeschätzt?
- Wurden Frühwarnsignale ignoriert?
- Warum wurden angesichts erkennbarer Fehlentwicklungen keine wirksamen Gegenmaßnahmen ergriffen?
Ohne vollständige Offenlegung der Entscheidungsgrundlagen bleibt der Eindruck, dass Planungsfehler, Fehleinschätzungen und unzureichende Kontrollen zu diesem Desaster führten", so Reuter..
Weitere Fragen stellen sich
Und weiter: "Welche Rolle spielten die Gemeindewerke Großkrotzenburg GmbH (GWG) und die insolvente Wärme Energie Großkrotzenburg GmbH (WEG) im strategischen Management?
- Welche Informationen lagen den Gesellschafterversammlungen und Aufsichtsräten vor?
- Welche Kontrollmechanismen versagten?
- Wurden die politischen Vertreter umfassend informiert?
Die Bürger haben ein Recht zu erfahren, wie dieses massive wirtschaftliche Ungleichgewicht zustande kam und welche finanziellen Verpflichtungen der Gemeinde noch drohen könnten. Besonders besorgniserregend ist das nahezu vollständige Schweigen aller Parteien in der Gemeindevertretung. Politisches Schweigen vor der Kommunalwahl ist ein weiterer Skandal! Gerade im Hinblick auf die bevorstehende Kommunalwahl am 15. März 2026 wäre eine offene Diskussion dringend erforderlich gewesen. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass das Thema möglichst geräuschlos über die Wahl hinweggetragen werden soll. Lokale politische Verantwortung umfasst jedoch mehr als nur die formale Ausübung von Mandaten; sie erfordert die aktive Kontrolle kommunaler Beteiligungen sowie die kritische Begleitung wirtschaftlicher Entscheidungen mit transparenter Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit. Wenn Mitglieder der Gemeindevertretung in Aufsichtsgremien sitzen, tragen sie Mitverantwortung; sich in Schweigen zurückzuziehen, ist keine Option“, so Reuter.
Vertrauensverlust und politische Verantwortung
Das zugrunde liegende Problem gehe über finanzielle Verluste hinaus: "Es betrifft das Vertrauen der Bürger in die Fähigkeit und Integrität kommunaler Gremien. Mangelnde Transparenz, das Fehlen öffentlicher Stellungnahmen und das Ausbleiben sichtbarer Konsequenzen beschädigen dieses Vertrauen nachhaltig. Eine demokratisch legitimierte Kommunalpolitik kann sich dieser Verantwortung nicht entziehen."
Ein Projekt dieser Dimension darf nicht ohne politische Bewertung, personelle Konsequenzen oder strukturelle Überprüfung bleiben.
Um weiteren Schaden von der Gemeinde abzuwenden und verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, hält Klaus Reuter folgende Schritte für dringend erforderlich:
- Eine umfassende öffentliche Darstellung aller finanziellen Verluste und Risiken.
- Vollständige Offenlegung der Entscheidungsprozesse und Verantwortlichkeiten innerhalb der Gemeindewerke und beteiligten Gremien
- Einberufung einer Sondersitzung der Gemeindevertretung, das Thema
öffentlich zu diskutieren - Beauftragung eines externen unabhängigen Gutachters zur wirtschaftlichen Bewertung und Bewertung der politischen Entscheidungen über das Projekt.
"Klare politische und personelle Konsequenzen, sollten Fehleinschätzungen oder Pflichtverletzungen festgestellt werden. Das Fernwärmeprojekt war ursprünglich als Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung gedacht; stattdessen steht es nun für wirtschaftliche Fehlentwicklung, Insolvenz und politisches Versagen. Die Bürger von Großkrotzenburg haben Anspruch auf Transparenz, Ehrlichkeit und Verantwortlichkeit. Schweigen kann weder Strategie noch Lösung sein. Jetzt ist endlich die Zeit für vollständige Aufklärung, klare Worte und entschlossenes Handeln. Alles andere wäre ein weiterer Vertrauensbruch gegenüber den Bürgern unserer Gemeinde", betont Klaus Reuter abschließend.
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