Der Gemeindevorstand hat einen überarbeiteten Entwurf des Haushalts für das Jahr 2026 in die Gemeindevertretung eingebracht.
Damit reagieren Gemeindevorstand und Verwaltung auf die Rücküberweisung des ersten Entwurfs im Februar. Auch wenn bereits mit dem ersten Entwurf eine genehmigungsfähige Grundlage vorgelegt wurde, wurde natürlich dem Auftrag der Gemeindevertretung zur Überarbeitung gefolgt. Im Vergleich zum ersten Entwurf konnte das geplante Defizit im Ergebnishaushalt gesenkt werden – von ursprünglich 7,2 Millionen Euro auf nun circa 5,3 Millionen Euro.
"Möglich wurde dies unter anderem durch zusätzliche Einsparungen in der Verwaltung, eine überarbeitete Investitionsplanung sowie geringere Zinsausgaben durch geringere Darlehnsaufnahme. Im Finanzhaushalt wurden ebenfalls Einsparpotenziale durch weitere Priorisierungen genutzt. Trotz des weiterhin bestehenden Defizits gilt der Haushalt – wie bereits der erste Entwurf - formal als ausgeglichen, da Rücklagen zur Deckung herangezogen werden können. Auch ein Haushaltssicherungskonzept ist nach Angaben der Verwaltung nicht erforderlich. Der Entwurf wird daher als genehmigungsfähig eingestuft. Die finanzielle Lage der Gemeinde bleibt jedoch angespannt. Hauptgrund ist das Ausbleiben von Schlüsselzuweisungen des Landes Hessen, wodurch rund vier Millionen Euro im diesjährigen Haushalt fehlen. Gleichzeitig steigen die Ausgaben weiter an – insbesondere durch höhere Kreis- und Schulumlagen sowie gestiegene Zuschüsse für die externen Träger der Kindertagesstätten. Inhaltlich setzt der Haushalt klare Schwerpunkte: Investitionen in die Kinderbetreuung, die Stärkung der Feuerwehr sowie Maßnahmen zur Sicherung und Modernisierung der Infrastruktur. So sind unter anderem zusätzliche Mittel für die Planung des Umbaus des Feuerwehrgebäudes sowie notwendige Investitionen in die Kläranlage und das Kanalnetz vorgesehen", so Bürgermeisterin Theresa Neumann (CDU).
Die Gemeinde steht laut Neumann auch in den kommenden Jahren vor strukturellen finanziellen Herausforderungen: "Politik und Verwaltung sind nun gemeinsam gefordert, sowohl auf der Ausgaben- als auch auf der Einnahmenseite Lösungen zu erarbeiten."
Die Bürgermeisterin warb abschließend für eine zügige Beratung und Verabschiedung des Haushalts 2026. Ein genehmigter Haushalt sei notwendig, um wichtige Projekte umzusetzen und finanzielle Unterstützung für Vereine und weitere freiwillige Leistungen sicherzustellen.
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