Eine offene und ehrliche Diskussion rund um das Strandbad Spessartblick fordert der Großkrotzenburger Bürgermeisterkandidat Daniel Protzmann (FDP).
Eine offene und ehrliche Diskussion rund um das Strandbad Spessartblick fordert der Großkrotzenburger Bürgermeisterkandidat Daniel Protzmann (FDP).
„Offensichtlich kann die Gemeinde das Strandbad trotz höherer Preise und einer deutlich verkürzten Saison nicht wirtschaftlich betreiben“, stellt Protzmann fest. Er erinnert an die Forderung der von ihm geführten FDP-Fraktion, ein Interessenbekundungsverfahren für das Strandbad durchzuführen.
In diesem Jahr hatte die Gemeindeverwaltung die Strandbadsaison deutlich verkürzt. Das Strandbad wurde erst am 1. Juni statt dem 15. Mai geöffnet und die Saison bereits am 31. August statt Mitte oder Ende September beendet. „Bürgermeister Friedhelm Engel hat in der Presse öffentlich erklärt, dass das Strandbad in diesem Jahr trotz des guten Wetters, mehr Besuchern und einer verkürzten Saison keine Schwarze Null erreichen kann“, erklärt Protzmann. Laut Zahlen der Verwaltung aus dem Jahre 2013 habe das Strandbad im Zehn-Jahres-Schnitt jährlich mehr als 70.000 Euro Verlust eingefahren.
„Ich bin überzeugt, dass sich das Strandbad wirtschaftlich betreiben lässt“, so der Bürgermeisterkandidat. Er fordert deswegen, endlich ein Interessenbekundungsverfahren für den Betrieb des Strandbads Spessartblick durchzuführen. Bei einem solchen Verfahren wird privaten Anbietern die Möglichkeit gegeben, eigene Konzepte für das Strandbad abzugeben. „Der große Vorteil bei diesem Verfahren ist, dass wir verschiedene Varianten angeboten bekommen. Anschließend können wir frei entscheiden, ob eine dieser Möglichkeiten für uns in Frage kommt“, erläutert Protzmann. In der Vergangenheit hatten sich bereits Interessenten für den Betrieb des Strandbades bei der Gemeinde gemeldet.
In diesem Zusammenhang erteilt der Großkrotzenburger auch den Überlegungen von CDU und SPD eine klare Absage, auf dem Gelände des Strandbads einen Sportplatz zu bauen. Eine Verkleinerung der Fläche des Strandbades würde einen wirtschaftlichen Betrieb deutlich erschweren, da entscheidende Fixkosten, z.B. für die Badeaufsicht oder das Kassenpersonal gleich bleiben. Gleichzeitig würden die Attraktivität des Strandbades und auch die maximale Besucherzahl sinken. Zudem stelle sich die Frage, an welcher Stelle die erfolgreichen Großkrotzenburger Ferienspiele stattfinden sollen. „Ich bin deswegen gegen die Idee, das Stadion auf das Strandbad zu verlagern“, stellt Protzmann abschließend fest.
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