Staudinger: Sicherung der Deponie abgeschlossen

Großkrotzenburg

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat Ende Oktober die von E.ON Kraftwerke durchgeführten umfangreichen Baumaßnahmen zur umweltverträglichen Sicherung der Granulatdeponie in Großkrotzenburg abfallbehördlich abgenommen.

Evonik

deponiegrosskDamit ist die ordnungsgemäße Sicherung der nicht mehr betriebenen Deponie bestätigt.

Die Granulatdeponie in Großkrotzenburg ist aus der Ablagerung von Verbrennungsrückständen aus dem Kraftwerkbetrieb seit den 1970er Jahren in einer ehemaligen Kiesgrube entstanden. Verbunden mit dem Ende der Ablagerungen im Jahr 2009 war eine Vereinbarung mit der Deponiebetreiberin zur umfangreichen Sicherung des teilweise im Grundwasser gelegenen Abfallkörpers. Die umweltrechtliche Prüfung und Genehmigung des Vorhabens, die behördliche Bauüberwachung und die abfallrechtliche Abnahme erfolgten durch die Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt Frankfurt des Regierungspräsidiums Darmstadt. Die Abnahme entspricht der Bestätigung, dass alle Maßnahmen dem Stand der Technik entsprechend und zum Wohl der Allgemeinheit ausgeführt wurden.

In rund dreijähriger Bauzeit wurden durch die Deponiebetreiberin umfangreiche Maßnahmen zum Schutz des Bodens und des Grundwasserkörpers umgesetzt. Hauptbestandteile des Sicherungssystems sind eine ca. 700 m lange, die Deponie umschließende Dichtwand und eine ca. 25.000m² große Oberflächenabdichtung. Die betonähnliche Dichtwand stellt eine umlaufende Barriere zum Grundwasserleiter dar. Sie bindet in einer Tiefe zwischen 10 und 20 m in den sehr dichten Tonhorizont ein. Um einen Eintrag von Niederschlagswasser in den so geschaffenen „Deponietopf“ zu verhindern, wurde die Deponieoberfläche mit verschweißten Kunststoffbahnen abgedichtet und mit natürlichem Boden rekultiviert. Zur Eingliederung in die Landschaft durch die Entwicklung artenreicher Wiesen erfolgte die Einsaat mit regionaltypischen Saatgutmischungen.

Durch die Nähe zum Main unterliegen die Grundwasserstände um die Deponie stärkeren Schwankungen. Ein automatisch gesteuertes Pumpenmanagement sorgt gemäß Plangenehmigung dafür, dass die Wasserstände innerhalb der Deponie niedriger liegen als außerhalb und ein möglicher Restaustrag von Schadstoffen unterbunden wird. Eine Wasserreinigungsanlage säubert das aus der Deponie entnommene Grundwasser vor Einleitung in den Main.

Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird regelmäßig durch ein behördliches Programm in Verbindung mit der Dokumentation der Deponiebetreiberin überwacht.


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