"Fachkräftemangel ist ein ernsthaftes Problem"

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Der hessische FDP-Landtagsvizepräsident und für den Main-Kinzig-Kreis zuständige liberale Betreuungsabgeordnete Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn hat zusammen mit dem Kreisvorsitzenden der FDP Main-Kinzig, Daniel Protzmann, das Werk von Putzmeister in Gründau besucht.

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Sie wurden von dem aus dem Mutterwerk extra angereisten COO Stefan Fritz und Werksleiter Roman Riebenstahl empfangen.

"Wir sind ein Hersteller von Betonpumpen, Fahrmischern, Mörtelmaschinen, Industriepumpen, mobilen Förderbändern (Telebelt), Betonspritzmaschinen und Betonmischanlagen", skizzierten Fritz und Riebenstahl den Liberalen das Tätigkeitsfeld. Neben den sieben deutschen Niederlassungen sei das Unternehmen mit dem Hauptsitz in Aichtal (Baden-Württemberg) weltweit stark vertreten, beispielsweise in der Türkei, Indien und den USA. "Weltweit beschäftigt Putzmeister rund 2900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon an dem Standort hier in Gründau rund 250. Zudem erwirtschaftet unser Unternehmen einen jährlichen Umsatz von etwa 700 Millionen Euro", verdeutlichte Fritz die Dimensionen in Zahlen.

Riebenstahl erklärte, dass man in Gründau den Selbstanspruch habe, weltweit die beste und fortschrittlichste Bearbeitungstechnik zu verwenden: "Nicht umsonst wurden unsere Maschinen nicht nur beim Bau des höchsten Hochhauses der Welt, dem Burj Khalifa in Dubai, verwendet. Betonpumpen von Putzmeister sorgten bei einer Förderhöhe von über 600 Metern für einen neuen Weltrekord." Auch nach der schweren Tsunami-Katastrophe in einem Atomkraftwerk in Fukushima seien technische Geräte des Unternehmens zum Einsatz gekommen.

Fritz nutzte die Möglichkeit, um den FDP-Politikern mitzuteilen, dass der Fachkräftemangel auch in der eigenen Branche zugeschlagen habe: "Für uns wird es immer schwieriger, geeignete Fachkräfte für unsere Werke, trotz eigener, jährlicher Ausbildung zu finden." Aus diesem Grund müsse man immer wieder auf die mittlerweile bewährte Rekrutierung von Arbeitskräften im europäischen Ausland zurückgreifen. "Der Fachkräftemangel ist ein ernsthaftes Problem für unsere Hessische Wirtschaft. Für die Bekämpfung braucht es vielfältige Maßnahmen, beispielsweise die Stärkung der frühkindlichen Bildung, damit jedes Kind unabhängig von seiner Herkunft maximale Bildungschancen erfährt. Zudem ist es wünschenswert, dass mehr junge Menschen ihre Karriere mit einer Ausbildung beginnen, denn fehlendes Know-How ist ein KnockOut-Faktor für jede Wirtschaft", sagte FDP-MdL Hahn bei dem Gespräch. Natürlich gehöre zu einer guten Behebung des Fachkräftemangels auch ein geordnetes Einwanderungssystem.

Bei einem Werksrundgang über das Gelände und die Produktionsstätte konnten sich die Liberalen einen umfassenden Eindruck schaffen. "Der Putzmeister-Standort Gründau ist für unsere Region sehr wichtig. Hier finden viele Menschen einen Arbeitsplatz in einer spannenden Branche mit fortschrittlicher Technik. Aufgabe der heimischen Politik muss es sein, diesen Standort weiter zu fördern", so der heimische FDP- Vorsitzende Protzmann abschließend.

Foto: Beim Werksrundgang (von links): Stefan Fritz, Roman Riebenstahl, Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, Daniel Protzmann.

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