„Das Miteinander von Jung und Alt wird im Kleinen Anton vorbildlich praktiziert.“
Dieses Fazit zog Kreisbeigeordneter Matthias Zach nach seinem Besuch im Mehrgenerationenhaus in Gründau-Rothenbergen. Auf Einladung des Eltern-Kind-Vereins Gründau zeigten ihm die Vorstandsmitglieder Sabine Zoller, Kathrein Reichenbach und Gudrun Iffland die Einrichtung und stellten dem Jugenddezernenten die Projekte vor. 22 hauptamtliche und 30 ehrenamtlich engagierte Kräfte sichern derzeit den Betrieb des kleinen Antons.
Gegründet im Jahr 2000 als Elterninitiative, die eine Betreuung der Kinder auch während der Schulferien sicherstellen wollte und mit sechs Kindern und zwei Betreuern begann, erfolgte bereits im Jahr 2001 der Umzug in den Betreuungspavillon an der Anton-Calaminus-Schule. Daher auch der Namen „kleiner Anton“, der der unmittelbaren Nachbarschaft zum „großen“ Anton, der Anton-Calaminus-Schule resultiert. Der Verein hat sich die Förderung von Familien zum Ziel gesetzt und bietet Betreuung von Kleinkindern und Schülern, die Vermittlung, Betreuung und Qualifizierung von Tagespflegepersonen, eine Notfallaufnahme, einen Mittagstisch für Schüler und Senioren, Kurse für Kinder und Erwachsene sowie einen offenen Treff von Jung und Alt an. Dazu gehören auch die regelmäßigen Termine des Demenzkaffees „Kränzchen“, das pflegenden Angehörigen eine stundenweise Entlastung ermöglicht.
„Ein Mehrgenerationenhaus lebt von der Begegnung, vom Zusammenkommen und Mitmachen“, erläuterten Sabine Zoller, Kathrein Reichenbach und Gudrun Iffland die Philosophie des „Kleinen Antons“ und des Bistros „Antoneria“. Im Jahr 2007 wurde der „Kleine Anton“ in das Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser“ des Bundes aufgenommen.
„Der kleine Anton besitzt eine Strahlkraft weit über die Grenzen Gründaus hinaus“, lobte Kreisbeigeordneter Matthias Zach die Arbeit in Gründau. Die Gemeinde Gründau bewege sich im Ausbau der U3-Betreuung weit über dem Kreisdurchschnitt und könne nach dem Anbau an den Kindergarten in Rothenbergen rund 70 Prozent der Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsplatz anbieten. Diese hohe Quote verdanke die Kommune auch besonders der Arbeit des Eltern-Kind-Vereins.
„Kommunen, Kreis, Land und Bund: Wir müssen bei der Betreuung der Kinder bis zehn Jahre neue Wege gehen und Eltern eine verlässliche Betreuung bieten, die nur gemeinsam finanziell geschultert werden kann“, macht Zach deutlich. Dazu gehört für den Jugenddezernenten neben der Betreuung der Kinder unter drei Jahren, auf der derzeit stark der Fokus liegt, insbesondere auch die Hort-Betreuung der Schulkinder und den damit verbundenen Ausbau der Schulen zu Ganztagsschulen.
Foto (von rechts): Kathrein Reichenbach, Sabine Zoller und Gudrun Iffland stellten dem Kreisbeigeordneten Matthias Zach den „kleinen Anton“ vor.
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