Widerstand gegen Standortschließung: IG Metall übergibt Tarifforderungen an Putzmeister-Management

Rothenbergen

Das Putzmeister-Management hält an den Schließungsplänen für das Putzmeister-Werk in Gründau-Rothenbergen mit 250 Beschäftigten fest. Das Unternehmen hat ein von Konzernbetriebsrat und IG Metall vorgelegtes Alternativkonzept zur Sicherung des Standortes ausgeschlagen, obwohl dieses höhere Einsparungen gebracht hätte als die Werksschließung. Damit wollen sich die Beschäftigten aber nicht abfinden. Jetzt haben sie Tarifforderungen übergeben, um die Schließung doch noch abzuwenden.

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Konkret fordert die IG Metall, dass Putzmeister die Schließungspläne zumindest noch um drei Jahre zurückstellt, um ein tarifliches Beteiligungsverfahren zu ermöglichen, das den Erhalt der Arbeitsplätze an einem neuaufgestellten Standort mit erhöhter Wettbewerbsfähigkeit zum Ziel haben soll. Gesteuert werden soll dieses Verfahren von einem paritätisch besetzten Lenkungsausschuss bestehend aus Unternehmens- und Arbeitnehmervertretern. Für die Laufzeit sollen wenigstens 160 Arbeitsplätze garantiert werden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen nur mit Zustimmung des Betriebsrates möglich sein.

Dazu Matthias Ebenau, Erster Bevollmächtigter und Geschäftsführer der zuständigen IG Metall Hanau-Fulda: „Dass das Management das über mehrere Monate ausgearbeitete Alternativkonzept innerhalb weniger Tage vom Tisch wischen will, ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten. Aber noch ist es nicht zu spät, den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen. Gemeinsam können wir eine wettbewerbsfähige Transformation von Putzmeister in Gründau und in Deutschland erreichen.“

Alexander Müller, Betriebsratsvorsitzender am Standort Gründau: „Die übergroße Mehrzahl der Belegschaft ist weit davon entfernt, sich mit der Managemententscheidung einfach abzufinden. Wenn es keine Einigung am Verhandlungstisch gibt, dann muss das Unternehmen mit allem rechnen, bis hin zu einem unbefristeten Streik.“ Konzernbetriebsratsvorsitzender Jörg Löffler vom Stammwerk im baden-württembergischen Aichtal ergänzt: „Putzmeister steht zusammen. Das war schon immer so, und das wird auch weiter so bleiben. Die Kolleginnen und Kollegen in Gründau können auf unsere Solidarität zählen, auch ganz praktisch. Schon am kommenden Mittwoch, den 9. Oktober, treffen wir uns für eine erste gemeinsame Aktion!“


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