Die Gründauer SPD-Fraktion sieht sich in ihrer Umweltpolitik bestätigt.

Zu diesem Schluss kam der Vorsitzende des Agrar- und Umweltausschusses, Oskar Neugebauer (SPD) nach einer Präsentation der Diplom-Geografin Gabriele Ditter im Liebloser Bürgerzentrum. Sie stellte die ersten Schritte hin zu einer Umsetzung des Landschaftsplanes und der EU-Wasserrahmenrichtlinie in der Gemeinde Gründau vor.
„Eine sehr informative Präsentation, die unseren Antrag vom Mai diesen Jahres bestätigt. Wir hatten damals die Schaffung und Einhaltung von Pufferzonen entlang von Fließgewässern und Entwässerungsgräben in landwirtschaftlich intensiv genutzten Bereichen von 10 m gefordert“, erklärte Neugebauer nach Abschluss der Ausschusssitzung. Neugebauer meinte weiter: „Letztlich haben unsere umweltpolitischen Anträge den Anstoß zu der von Frau Ditter vorgestellten Arbeit gegeben. Damit wurde der Landschaftsplan der Gemeinde wieder aus der Schublade geholt und wird nun endlich in den zu aktualisierenden Flächennutzungsplan übertragen. Damit wird aus einer vagen Absichtserklärung ein eindeutig festgelegtes Maßnahmenpaket für unsere Natur und Umwelt, das dann konsequent abzuarbeiten ist.“
Die EU-Wasserrahmenrichtlinie trat zwar schon Ende 2000 in Kraft, konnte aber im 2003 erstellten Landschaftsplan noch nicht berücksichtigt werden. Sie sieht u. a. vor, dass entlang der Fließgewässer Flächen zur eigendynamischen Entwicklung in einer Breite von 10 Metern beidseitig des Gewässers bereitgestellt werden. Wie Frau Ditter ausführte, wurde diese Maßnahme bisher nur an einem Altarm der Kinzig bei Rothenbergen umgesetzt. Um dies auch entlang der Gründau zumindest dort zu realisieren, wo eine eigendynamische Entwicklung des Gewässers aufgrund seiner Strukturen möglich ist, wird die Gemeinde geeignete Flächen erwerben müssen. Die Geografin sieht in einem vereinfachten Flurbereinigungsverfahren einen guten Ansatzpunkt dafür.
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