Bürgermeisterwahl in Gründau: Vier Fragen an fünf Kandidaten

Gründau
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Die Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Gründau findet am 24. März 2019 statt. Amtsinhaber Gerald Helfrich (Parteilos) tritt nach einer Amtszeit erneut an. Außerdem kandidieren: Florian Neumann (SPD), Axel Fetzberger (FWG), Marcus Marx (AfD) und Klaus Böhm (Parteilos). Wahlberechtigt sind in Gründau circa 11.700 Bürgerinnen und Bürger. Eine eventuelle Stichwahl findet am 7. April 2019 statt. Der nächste Bürgermeister tritt am 1. Juli 2019 sein Amt an.

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In welchem Punkt unterscheiden Sie sich am deutlichsten von den anderen vier Kandidaten?
Florian Neumann (SPD): „Ich bin der einzige Kandidat, der nicht Bestandteil bestehender Strukturen ist. Ich bin auch kein Bestandteil bestehender politischer Scharmützeln, sondern einer, der wie von den Menschen vor Ort gefordert, für lösungsorientierte, für bürgernahe und für am Gemeinwohl ausgerichtete Politik steht.“
Axel Fetzberger (FWG): „Im Unterschied zu den anderen Bürgermeisterkandidaten begleite ich bereits seit 2001 verschiedene ehrenamtliche Mandate in der Gründauer Kommunalpolitik, unter anderem im Ortsbeirat Gettenbach und in der Gemeindevertretung Gründau. Seit 2006 bin ich Beigeordneter im Gemeindevorstand Gründau. Von 2006 bis 2011 und seit 2016 war und bin ich als Erster Beigeordneter Stellvertreter des Bürgermeisters.“
Marcus Marx (AfD): „Als gelernter Handwerker, Soldat und Versicherungskaufmann bin ich mein ganzes Leben in verschiedenen Bereichen des Dienstleistungswesens tätig. Folglich bin ich der Einzige unter den fünf Kandidaten, der es aus seiner täglichen Arbeit gewohnt ist, Herausforderungen im Sinne eines Kunden oder Bürgers zu erledigen. Dies tun mein Team und ich immer unverzüglich und ohne zeitlichen Aufschub.“
Klaus Böhm (Parteilos): „Ich bin der einzig wirklich unabhängige Kandidat, frei von parteipolitischen Zwängen und kann daher am ehesten mit allen politischen Lagern zusammenarbeiten. Meine Mitbewerber kommen aus dem Versicherungs-, Verwaltungs- und Finanzsektor und sind es daher gewohnt, für unser aller Geld/Steuern mitunter wenig Gegenleistung zu erbringen. Bei meiner Tätigkeit zählt nur das beste Ergebnis für die Kunden!“
Gerald Helfrich (Parteilos): „Ich übe das Amt des Bürgermeisters bereits seit sechs Jahren aus. Zusätzlich arbeite ich seit 1982 bei der Gemeindeverwaltung und verfüge somit über große Erfahrung. In meiner Bürgermeisterzeit habe ich viel erreicht, wie zum Beispiel Erhalt der Hausarztstelle in Hain-Gründau, Ansiedlung weiterer Gewerbebetriebe, damit verbunden höhere Steuereinnahmen für die Gemeinde sowie die Beibehaltung weiterhin günstigster Steuern und Gebühren für die Einwohnerschaft.“

Welche drei neuen Projekte wollen Sie in den nächsten sechs Jahren umsetzen?
Florian Neumann (SPD): „Die Einführung des innovativen Straßenbauverfahrens vorantreiben, um die Anliegergebühren als Ziel abzuschaffen. Die Kompostierungsanlage als Energie- und Wärmegewinnungsanlage umfunktionieren, um der Fliegenplage und der Geruchsbelästigung Herr zu werden. Die Vergaberichtlinien für Neubaugrundstücke sozial gestalten.“
Axel Fetzberger (FWG): „Ich werde mich für die Einhausung der Kompostierungsanlage einsetzen, um Geruchsbelästigungen und Fliegenplagen einzudämmen. Für ältere und pflegebedürftige Bürger will ich die Stelle einer Gemeindeschwester einrichten, die den Bedarf notwendiger Hilfen ermittelt und organisiert. Im Rathaus will ich ein Bürgerbüro einrichten und das „digitale Rathaus“ fördern, um Bürgern lange Wartezeiten zu ersparen.“
Marcus Marx (AfD): „Ich möchte die vorhandene Verwaltung in einen Dienstleistungsbetrieb, der die Probleme seiner Bürger sofort löst, umbauen. Des Weiteren ist mir mein Projekt „sicherer Schulweg“ sowie die Sicherheit unserer Kinder in den gemeindlichen Betreuungseinrichtungen ein großes Anliegen. Die Aktivierung von Bürgern, in der Gemeinde mitzuarbeiten, wird auch ein Punkt sein, welchen ich direkt angehen werde.“
Klaus Böhm (Parteilos): „Mit dem digitalen Rathaus und einem modernen, transparenten Bürgerinformationssystem die Basis schaffen für mehr Bürgerbeteiligung. Nur durch die Beteiligung der Bürger an wichtigen Entscheidungen und dem Einbringen von Ideen und Wünschen schafft man Akzeptanz. Das ist das Werkzeug für alle Projekte von der Kita bis zum Seniorenheim, von medizinischer Versorgung bis Verkehrssituation und Windkraft.“
Gerald Helfrich (Parteilos): „Klarheit für die Bürger bei den Straßenbeiträgen. Schaffung von weiteren Betreuungsmöglichkeiten für Familien und Senioren. Maßvolle Gewerbegebietsausweisungen und -ansiedlungen.“

Fliegenplage oder Windräder – welches Thema reizt Sie mehr?
Florian Neumann (SPD): "Dies ist keine Entweder-oder-Frage. In beiden Fällen ist das Allgemeinwohl der Menschen vor Ort gefährdet. Somit werde ich mich mit gleichen Engagement für die Menschen in Breitenborn und Gettenbach einsetzen, wie ich es für die Menschen in Niedergründau, Lieblos und Rothenbergen tun werde.“
Axel Fetzberger (FWG): „Beide Themen reizen mich sehr, aber noch vor Ablauf der Amtszeit des amtierenden Bürgermeisters ist die Gemeinde gefordert, gegen den weiteren Ausbau des Windparks ‚Vier Fichten‘ durch Vorlage geeigneter Gutachten argumentativ vorzugehen. Da dringender Handlungsbedarf besteht, werde ich mich in den politischen Gremien für die kurzfristige Beauftragung der Gutachten einsetzen.“
Marcus Marx (AfD): „Beide Themen bedürfen einer guten Lösung zum Wohl der Bürger. Da die Kompostierungsanlage dem Kreis gehört, fällt die Zuständigkeit in dessen Bereich und ich erwarte eine entsprechende Lösung von dort. Ich werde alles mir Mögliche tun, um die geplanten Windenergieanlagen zu vermeiden! Selbstverständlich werde ich nicht vergessen, unseren Landrat zu beiden Themen an seine Pflichten zu erinnern.“
Klaus Böhm (Parteilos): „Vom Fliegenproblem bin ich direkt betroffen und das Problem stellt für alle Betroffenen eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität dar. Die Windräder sind ein Problem, das uns alle angeht. Diese Anlagen haben ein Gesundheits- und Umweltgefährdungspotenzial. Die planlose Umsetzung der Energiewende mit den enormen Kosten und Folgekosten für die Verbraucher ist jedoch fast noch schlimmer.“
Gerald Helfrich (Parteilos): „Beide Themen sind mir wichtig, weil sie uns alle beschäftigen. Ich will mich weiterhin mit voller Kraft und den mir zur Verfügung stehenden Mitteln für machbare Lösungen einsetzen. Die Fliegenplage muss in den Griff zu kriegen sein. Alle Beteiligten arbeiten hier eng zusammen, um die genaue Ursache zu ermitteln und dann auch die richtigen Maßnahmen zu treffen. Der Ausbau der Windkraft im Breitenborner Wald ist mir ein Dorn im Auge, weil hier intakte Natur zerstört wird.“

Was glauben Sie: Was wünschen sich die Gründauer Bürgerinnen und Bürger derzeit am meisten?
Florian Neumann (SPD): „Einen Bürgermeister, der bürgernahe Politik betreibt. Der den Menschen zuhört, sich kümmert und die wichtigen Themen für unser Gründau voranbringt. Der wertschätzend mit seinen Mitmenschen umgeht und parteiübergreifend zum Wohle von Gründau handelt.“
Axel Fetzberger (FWG): „Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass den Bürgerinnen und Bürgern sehr daran gelegen ist, in einer familienfreundlichen Gemeinde zu leben. Dazu gehören flexible Betreuungszeiten in den Kitas ebenso wie geringe finanzielle Belastungen durch Gebühren und Steuern. Ältere Menschen wünschen sich bessere Angebote zur Erhöhung ihrer Mobilität, eine wohnortnahe Hausarztversorgung sowie Angebote zum Betreuten Wohnen.“
Marcus Marx (AfD): „Einen bürgernahen und kommunikationsstarken Bürgermeister, der die Anliegen der Bürger ernst nimmt und die daraus resultierenden Herausforderungen umgehend in die Umsetzung bringt. Ich bin schon immer Gründauer und werde es auch bleiben, daher ist auch mir an einer gesunden und zukunftsorientierten Gemeinde, die sich stetig entwickelt und lebenswert ist, gelegen.“
Klaus Böhm (Parteilos): „Die Wünsche variieren sicherlich individuell. Bezogen auf den künftigen Bürgermeister wünsche ich mir Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit. Diesen Wunsch teilen die Gründauer Bürgerinnen und Bürger bestimmt mit mir. Ein offenes Ohr für Anliegen, gemeinsame Lösungen finden und gegebene Versprechen endlich umsetzen, sind weitere Wünsche.“
Gerald Helfrich (Parteilos): „Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich insbesondere eine ruhige und sachorientierte Gemeindepolitik. Das Miteinander muss im Vordergrund stehen, damit wir in entscheidenden Zukunftsfragen eine handlungsstarke Gemeinde bleiben. Als unabhängiger Bürgermeister werde ich mich weiterhin, auch über Parteigrenzen hinweg, zum Wohle für Gründau einsetzen.“

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