Mehr als 38.000 arme Kinder in Osteuropa freuten sich

Gründau
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Einzigartige Glücksmomente bescherte die Weihnachtspäckchenaktion der Stiftung Kinderzukunft aus Gründau armen Kindern in Rumänien, in der Ukraine sowie Bosnien und Herzegowina. Mit Empathie, Mitgefühl und Spaß beteiligten sich 2019 an der jährlich stattfindenden Aktion der hessischen Stiftung mehr als 200 Schulen, Vereine, Gemeinden, Kindergärten und Kitas. Viele private Initiativen sammelten mit eigenen Werbeaktivitäten und viel Engagement im Freundeskreis und in ihrer Region.

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Alleine 1.750 Geschenke kamen im „Weihnachtswunderland“ – wie die Initiative in Olpe liebevoll genannt wird – zusammen. Mehr als 165 Firmen und Einzelhandelsunternehmen beteiligten sich mit ihren Kunden und Mitarbeitern. Auch Krankenhäuser und Arztpraxen waren samt Belegschaft und Patienten mit von der Partie. Für die vielen privaten Päckchenpacker standen rund 150 Sammelstellen bundesweit zur Verfügung, davon war die höchste Dichte im Rhein-Main-Gebiet. Aber auch Hamburg, Berlin, München, Köln und Düsseldorf waren vertreten. Ein großer Unterstützer der Aktion war auch in diesem Jahr das Möbelhaus Höffner, das sich mit 19 Häusern nicht nur als Sammelstelle beteiligte, sondern die 10.000 gesammelten Päckchen auch direkt mit eigener Logistik an das Lager der Stiftung Kinderzukunft lieferte.

Die Stiftungsmitarbeiter, die sich das ganze Jahr für Projekte für Kinder in Not einsetzen, sind begeistert, dass mehr als 38.000 Geschenke ihren Weg zu Kindern in Not in Osteuropa antreten konnten. „Vertrauen zahlt sich aus“, sagt Hans-Georg Bayer, Geschäftsführer der Stiftung, und begründet damit die Steigerung der Päckchenanzahl um 5.000 im Vergleich zum Vorjahr. „Unsere Stiftung besitzt seit 28 Jahren – ohne Unterbrechung – das DZI-Spendensiegel. Auch die Bundesregierung unterstützt die Aktion durch die Schirmherrschaft von Frau Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Bei unserer Aktion kann jeder mitmachen, jeder nach seinen Wünschen und Kapazitäten. Die beste Werbung sind die vielen Menschen, die sich seit Jahren beteiligen und ihr Umfeld mit ihrer Begeisterung anstecken.“ Die Aktion der Stiftung Kinderzukunft wird zum größten Teil von ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen und so besuchte in diesem Jahr, am Tag des Ehrenamts und in der „heißesten Phase“, sogar die Hessische Europaministerin Lucia Puttrich die ehrenamtlichen Helfer in unserem Lager und brachte allen Helfern als Dank für ihr Engagement ein stärkendes Frühstück.

Momente des Glücks bei Verteilung der Geschenke

Bereits Anfang Dezember war eine Gruppe von Stiftungsmitarbeitern, Ehrenamtlichen und Unternehmensvertretern in Rumänien, um dort die Geschenke persönlich an bedürftige Kinder zu übergeben. Auch ein TV-Team des Hessischen Rundfunks war mit von der Partie Der HR strahlte in der Vorweihnachtswoche eine vierteilige Serie über die Aktion aus. „Für viele Kinder ist es das einzige Geschenk zu Weihnachten. Für manche sogar das erste Geschenk in ihrem Leben. Der Gedanke an die unbändige Freude der Kinder bereitet mir noch heute eine Gänsehaut“, berichtet Projektleiterin Benita Sensen. Sie begleitete auch eine Verteilaktion in der Ukraine. „Wir beschenkten Kinder in Waisenhäusern und Behinderteneinrichtungen. Wir unterstützten eine Veranstaltung des Gehörlosenvereins in Kiew, der gehörlose Kinder und auch schwerstbehinderte Kinder dazu eingeladen hatte. Dort berührte besonders, dass sich viele Familien eine Behandlung ihrer Kinder, gar nicht leisten können. Die Eltern werden alleine gelassen. Es gibt keine Krankenversicherung und kein Sozialsystem und so bleibt am Ende bei vielen kein Geld übrig, um ihren Kindern ein Weihnachtsgeschenk zu kaufen.“ Es sind daher nicht nur die Kinder, die die Stiftung mit den Weihnachtspäckchen glücklich gemacht hat. Auch die Mütter und Väter, die sich das ganze Jahr um ihre behinderten Kinder kümmern, dadurch in Armut und Not geraten sind, haben sich unbeschreiblich über die Freude ihrer Kinder gefreut.

Viele helfende Hände

Im November wurden bundesweit fleißig Weihnachtspäckchen gepackt. Mehr als 22.000 wurden dann im Rhein-Main-Gebiet von Dutzenden engagierten ehrenamtlichen Helfern bei den Sammelstellen abgeholt, 16.000 von Speditionen, Firmen und Freiwilligen direkt in das Lager der Stiftung geschickt, wo sie wiederum von ehrenamtlichen Helfern versandfertig gemacht wurden, um ihre Reise mit Lkws nach Osteuropa anzutreten. Dort folgte die Verteilung der Geschenke an Not leidende Mädchen und Jungen in Waisenhäusern, sozialen Einrichtungen, Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen sowie sozial bedürftige Familien. Projektleiterin Sensen zieht positive Bilanz: „Wir haben sehr vielen Kindern, die Schlimmes erlebt haben, die krank sind, in Armut leben oder alleine sind ein bisschen Weihnachtsglück geschenkt. Wir machen weiter und werden auch dieses Jahr wieder dazu aufrufen, Weihnachtspäckchen zu packen, denn wir sind überzeugt: Es ist gut, was wir hier tun.“

Stiftung Kinderzukunft: Hilfe, die sich seit mehr als 30 Jahren lohnt

Die Stiftung Kinderzukunft besteht mehr als 30 Jahre als gemeinnützige Organisation, die nachhaltige Hilfe für Kinder in Not leistet. Das Engagement der Stiftung Kinderzukunft geht weit über die Aktion Weihnachtspäckchen hinaus. Mit eigenen Kinderdörfern, Ernährungs- und Bildungsprojekten in Mittelamerika und Osteuropa gibt sie Kindern, die keinen guten Start ins Leben hatten, eine Zukunftsperspektive. Positive Lebensbedingungen schaffen, damit Kinder und Jugendliche gesund, geborgen und sicher aufwachsen und später als Erwachsene fest auf eigenen Beinen stehen können – so leistet die Stiftung Kinderzukunft einen Beitrag, um die Armut in der Welt zu bekämpfen. Mit der Aktion Weihnachtspäckchen für Kinder in Not hilft die Kinderzukunft auch den Kindern, die nicht direkt in einem ihrer Projekte betreut werden.

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