Weiterhin niedrige Steuern und viele Investitionen

Gründau
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In der Sitzung der Gemeindevertretung Ende Januar im Gemeinschaftshaus Gettenbach hat Bürgermeister Gerald Helfrich den Haushaltsentwurf für das Jahr 2020 eingebracht.

Der Etat 2020 sieht trotz des ausgewiesenen Defizits im Ergebnishaushalt keine Veränderungen bei der Grund- und Gewerbesteuer vor. Gleichzeitig weist das Investitionsprogramm mit 7,2 Millionen Euro wieder eine überdurchschnittliche Summe aus. „Unsere Gemeinde verfügt weiterhin über eine stabile Finanzlage. Diese ermöglicht es uns trotz kräftig steigender Aufwendungen und nur leicht steigender Erträge trotzdem weiter kräftig in die Zukunft unserer Gemeinde zu investieren“, bilanzierte der Bürgermeister in seiner Haushaltsrede.

Allerdings gebe es auch einen Wehmutstropfen zu verkraften, denn aufgrund des ausgewiesenen Fehlbetrags im laufenden Haushalt ist die Gemeinde verpflichtet, gegenüber der Aufsichtsbehörde ein sogenanntes Haushaltssicherungskonzept zur Genehmigung vorzulegen. In seiner Rede zum Haushalt ging Bürgermeister Gerald Helfrich auch auf die größten Einzelpositionen ein. Mit rund 20 Millionen ist die Gewerbesteuer weiterhin die größte Einnahmequelle der Gemeinde. Diese ist leicht rückläufig, waren es in 2018 sogar schon einmal 23 Millionen. Mit 9,2 Millionen liegt die Einkommenssteuer an zweiter Stelle der Einnahmen, gefolgt von der Grundsteuer, die rund eine Million Euro in die Gemeindekasse bringt.

Die Spitzenposition auf der Ausgabenseite nehmen die von der Gemeinde an Kreis und Land zu leistenden Steuern und Umlagen, wie beispielsweise die Kreis- und Schulumlage oder auch Gewerbesteuerumlage mit einer Gesamtsumme von 21 Millionen Euro ein. Nur 42 Prozent der Steuereinnahmen verbleiben letztlich bei der Gemeinde. Der größere Anteil von 58 geht als Umlagen an übergeordnete Stellen. Die weiteren vorderen Aufwandspositionen sind die Personalkosten (10 Mio. Euro), die Sach- und Dienstleistungen (6,7 Mio. Euro) und die Abschreibungen (3,1 Mio. Euro).

Bei der Vorstellung des Etatentwurfs 2020 ging Bürgermeister Helfrich dann auch auf die geplanten Investitionen ein. Eine Million Euro ist als Zuschuss für die Errichtung einer neuen Multifunktionshalle an der Anton-Calaminus-Schule in Rothenbergen eingeplant. Hier wird der Main-Kinzig-Kreis als Schulträger in diesem Jahr die über 50 Jahre alte kleine Turnhalle abreißen und an dieser Stelle ein neues Multifunktionsgebäude errichten, das dann auch den Gründauer Vereinen zur Nutzung bereitsteht.

Die Summe von 500.000 Euro ist für den Neubau einer Trauerhalle auf dem Friedhof Mittel-Gründau vorgesehen. Rund 800.000 Euro sind für die straßenmäßige Erschließung und den Bau des erforderlichen Parkplatzes im Bereich des neuen Krippenhauses in Mittel-Gründau eingestellt. Für die Erschließung des Neubaugebietes „Unter dem Kirchberg“ in Rothenbergen sieht der Plan weitere 330.000 Euro vor. Aus Vorjahren stehen hier bereits 1,1 Millionen zur Verfügung. 600.000 Euro sind für die Erweiterung des Hochwasser-Retentionsraumes an der Kinzig in Rothenbergen vorgesehen. Auch im Bereich der Kinderbetreuung wird weiter investiert. Hier stehen Sanierungen der Kitas in den Ortsteilen Hain-Gründau und Niedergründau und auch die Erschließung der neuen Waldkita in Gettenbach an. Insgesamt werden für diese Maßnahmen rund 370.000 Euro notwendig.

Der Haushaltsentwurf wird aktuell in den sieben Ortsbeiräten und im Haupt- und Finanzausschuss beraten. Für den 17. Februar ist die Abschlussberatung und Verabschiedung in der Sitzung der Gemeindevertretung (20.00 Uhr, Mehrzweckhalle Mittel-Gründau) vorgesehen.

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