SPD stellt Antrag zum Verbot von Pestizideinsatz zurück

Gründau
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Der Schutz von Umwelt und Natur ist nicht nur Selbstzweck, sondern kommt auch all denen langfristig zu Gute, die auf oder vom Land leben.

Die SPD-Fraktion in Gründau hatte daher einen Antrag zum Verbot des Einsatzes von Pestiziden auf gemeindeeigenen Flächen gestellt, der am 29.06.2020 in der Gemeindevertretersitzung zur Abstimmung gebracht werden sollte. Ähnliche Beschlüsse hat es bereits in zahlreichen anderen Kommunen gegeben. Neue Informationen und Hinweise hatten es der Fraktion nun sinnvoll erscheinen lassen, den Sachverhalt neu zu bewerten und den Antrag anzupassen und zu präzisieren. Dies kann jedoch erst nach Auswertung zusätzlicher Gesichtspunkte erfolgen, weshalb eine Beratung und eine Beschlussfassung in der Gemeindevertretung derzeit nicht sachgerecht ist.

Die Sozialdemokraten reagieren damit auf Hinweise auch betroffener Gründauer Bürger, mit denen sie in informative und produktive Gespräche getreten sind. "Es ist uns wichtig, vor allem Betroffene und damit auch diejenigen, die sich mit den jeweiligen Themen auskennen, zu Wort kommen zu lassen", erläutert Fraktionsvorsitzender Matthias Springer. So seien verschiedene Hinweise und Anregungen als Reaktion auf den Antrag erfolgt, die eine Überarbeitung sinnvoll machen: "Es steht außer Frage, dass Pestizide schädlich sein können und ihr Einsatz zumindest eingeschränkt werden muss. Dennoch wäre es nicht richtig, einfach über die Köpfe der Betroffenen hinweg eine Entscheidung durchzudrücken".

Daher gilt das Angebot der SPD Gründau, dass alle Interessierte in den Dialog mit ihnen treten, damit den Anliegen aller ausgewogen Rechenschaft getragen werden kann. Denn auch Landwirten und Hobbygärtnern ist nicht erst seit heute bewusst, dass eine Belastung oder gar Zerstörung der Natur auch eine Zerstörung der wirtschaftlichen Grundlage und eine Beeinträchtigung des Lebensumfeldes aller bedeuten würde. "Die heimische Natur muss geschützt und erhalten werden, das sollte jedem mittlerweile klar geworden sein. Wir streben daher entsprechende Entscheidungen mit Augenmaß und realistischen Grundlagen an", so Springer abschließend.

Vor allem sei es schon ein guter Schritt, dass dieses wichtige Thema jetzt diskutiert werde. Die SPD-Fraktion dankt daher allen, die hier Informationen und Erfahrungen einfließen lassen und sich offen für Gespräche zeigen.

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