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Dem pensionierten Pädagogen, der 2010 eine Literatur-und Schreibgruppe in der Einrichtung der Alten-und Pflegezentren des MKK (APZ-MKK) in Gründau initiierte, war die Aktivierung der geistigen Fähigkeiten der Seniorinnen und Senioren immer ein besonderes Anliegen. „Seine unendliche Geduld, seine Offenheit und der Anspruch, sich auch schwierigen Themen zu öffnen, zeichneten ihn besonders aus“, würdigte Einrichtungsleiterin Ute Severin den Einsatz Langes. Großes Lob für seine Bereitschaft, mit den Bewohnern zu arbeiten, erhielt Lange von Dieter Bien, Geschäftsführer der APZ-MKK, von Ehrenamtskoordinatorin Agnes Boos, von Sabine Hahne, Betreuungskraft des Seniorenzentrums und von den beiden Einrichtungsbeiratsmitgliedern Marie Stadler und Rainer Raschdorf. Besonderes Vergnügen bereitete es Lange, wenn er gemeinsam mit den Senioren kleine Auftritte für die Bewohnerfeste vorbereitete. Während der Vorführungen blieb er nah bei ihnen, hielt das Mikrofon oder sprach im Stillen die Texte konzentriert und leise mit, beschrieb Anja Wetzel, Leiterin der Sozialen Betreuung, Langes Arbeit. Sein Einfühlungsvermögen ermögliche es ihm, „ältere Menschen, die niemals daran geglaubt hätten, dies tun zu können, das Selbstvertrauen zu geben, um auf die Bühne zu gehen und die einstudierten Texte vor dem Publikum vorzutragen“.

Lange Zeit gestaltete Wolf Lange Angebote der Sozialen Betreuung im Seniorenzentrum Gründau mit. Alles begann im Mai 2008, als Lange die Einzelbetreuung einer Bewohnerin des Seniorenzentrums übernahm, die er bis zu ihrem 99. Lebensjahr begleitete. Als Leiter des Sing-und Literaturkreises entwickelte die erfahrene frühere Lehrkraft immer wieder neue Ideen, um die Begeisterung für Literatur und Sprache bei den älteren Menschen wachzuhalten. So ermöglichen „Senfzettel“, auf denen die Senioren ihre assoziativen, von persönlichen Erlebnissen geprägten Gedanken zu Gedichten und Texten festhalten können, neue Zugänge zu Lyrik und Prosa. Lange setzte sich dafür ein, den Bewohnern das Lesen auch im Alter zu ermöglichen, wenn die Sehkraft nachlässt. Aus diesem Grund warb er um Spenden, um die Anschaffung von Büchern in Großdruck zu finanzieren. Durch sein Engagement konnten zweimal Fördermittel in Höhe von jeweils 1.000 € erhalten werden. Gemeinsam mit den Bewohnern des Seniorenzentrums Gründau nahm er am Internationalen Vorlesetag teil und ermunterte die Teilnehmer des Literaturkreises während des Projektes „Erlebnisgeschichten“ dazu, selbst Geschichten zu erzählen. „Die Liste ließe sich endlos erweitern. Er war eine tragende Säule in unserer Einrichtung“, verabschiedete Einrichtungsleiterin Severin Wolf Lange und dankte dem Träger der Waltraude-Heitzenröder-Medaille für sein langjähriges, herausragendes ehrenamtliches Engagement im Bereich der Altenhilfe.

Foto: Auf der Treppe stehend: Sabine Hahne (Betreuungskraft), Frau Stadler (Einrichtungsbeirat), Dieter Bien (Geschäftsführer). Vorne sind zu sehen (von links): Ute Severin (Einrichtungsleitung), Agnes Boos (Ehrenamtskoordinatorin) Herr und Frau Lange und Herr Raschdorf (Einrichtungsbeirat)

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