Bürgermeister Gerald Helfrich (parteilos) informierte die Anwesenden über aktuelle Beschlüsse des Gemeindevorstandes aus den zurückliegenden Wochen.

Am Anfang standen wie üblich die Auftragsvergaben. So beschloss der Gemeindevorstand, die Anschaffung eines gebrauchten PKW des Herstellers Renault, Baujahr 2015 zum Preis von rund 12.000€. Der Einsatz des Fahrzeugs erfolgt in der Ordnungsverwaltung, vornehmlich durch die gemeindliche Ordnungspolizei.

Der Gemeindevorstand hat beschlossen, ein weiteres Baugrundstück im Gebiet „Lange Rainshohle“ im Ortsteil Lieblos zu verkaufen. Erwerber ist eine Person aus Gelnhausen. Für das Baugebiet „Ober den Krautgärten“ in Hain-Gründau wurden zwei Zuschläge erteilt, ein Grundstück an eine Familie aus Neuberg, ein weiteres Grundstück an eine Familie aus Frankfurt am Main.

Seitens des Main-Kinzig-Kreises erhielt die Gemeinde die erfreuliche Mitteilung, dass der Gemeinde Gründau für die Altpapieranlieferungen im Jahr 2021 die Summe von knapp 97.000 € erstattet wird. Hintergründe für diese unerwartet hohe Erstattung sind zum einen der hohe Altpapierpreis aufgrund der Rohstoffknappheit und parallel dazu die hohe Sammelbereitschaft der Gründauerinnen und Gründauer. "Sie alle leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Recycling und gleichzeitig wird der private Geldbeutel geschont, denn die Erstattung wird auf die künftigen Gebühren angerechnet. Dafür ein herzliches Dankeschön seitens des Gemeindevorstandes an alle fleißigen Sammlerinnen und Sammler", heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Gemeindevorstand hat den aufgestellten Jahresabschluss für das Jahr 2021 mit Anhang festgestellt und gleichzeitig das Amt für Prüfung und Revision des Main-Kinzig-Kreises zur Durchführung der Rechnungsprüfung beauftragt. So schließt das Jahr 2021 mit einem positiven Ergebnis von knapp 5,8 Millionen Euro. Letztlich, so der Kommunalberater in seinen Ausführungen, müssen die Corona-Jahre 2020 und 2021 gemeinsam betrachtet werden. Denn dem Plus aus dem letzten Jahr steht ein höheres Minus (7,4 Mio. €) aus dem vorletzten Jahr gegenüber, so dass sich hier über diese Zeit haushaltstechnisch sogar ein Minus ergibt.

Im Zusammenhang mit der Fliegenproblematik und entsprechend dem Beschluss der Gemeindevertretung vom Juni wurde das Regierungspräsidium Darmstadt als zuständige Stelle zur Prüfung der Genehmigung bzw. Betriebserlaubnis für die Kompostierungsanlage Lieblos gebeten. Das RP ist dieser Aufforderung gefolgt und hat zu einem Ortstermin auf der Anlage eingeladen. Dabei wurde seitens der Fachbehörde bestätigt, dass für den gegenwärtigen Betrieb in Bezug auf Menge und Arbeitsweise eine uneingeschränkte Betriebserlaubnis vorliege. Dabei wurde auch mitgeteilt, dass der seitens des RP im Jahr 2018 erteilte Genehmigungsbescheid zur Erhöhung des Anlagendurchsatzes vom Anlagenbetreiber nicht umgesetzt wurde und somit die Genehmigung dafür bereits wieder erloschen sei.

Breiten Raum des Treffens aller Beteiligten nahm die am 8. Juli vom Main-Kinzig-Kreis angekündigte Änderung zum Umschlag und Weitertransport des Biomülls ein. Ebenso wurden auch Überlegungen und Maßnahmen angesprochen, die zu einer Weiterentwicklung der Kompostierungsanlage Gründau führen sollen.

Der Kreis kündigte dabei, neben der vorübergehenden Einstellung der Bioabfallkompostierung und der Durchführung eines Fliegenmonitorings, auch die Durchführung einer Machbarkeitsstudie an. Darin sollen 3 Alternativen betrachtet werden:
1. Vergärungsanlage: Vergärung der Bioabfälle in einem geschlossenen System und Möglichkeit energetischer Nutzung.
2. Intensivrotte-Boxen: Bioabfallkompostierung in einem geschossenen System
3. Umschlagshalle: Bioabfall wird in einem geschlossenen System umgeschlagen.
Der Gemeindevorstand und auch die Gemeindevertretung werden alle nun angekündigten Maßnahmen und Prüfung aufmerksam verfolgen und begleiten.

Fortschritte gibt es im Hinblick auf den beabsichtigten Neubau des Feuerwehrgerätehauses Rothenbergen-Niedergründau. Der vom Gemeindevorstand beauftragte Kommunalberater des Städte- und Gemeindebundes hat seine umfangreichen Vorarbeiten und Gespräche abgeschlossen und das im Ergebnis erarbeitete Raumprogramm dem Gemeindevorstand vorgestellt. Das sowohl mit beiden Wehrführungen, der Gemeinde- und der Kreisbrandinspektion abgestimmte Raumprogramm sieht einen Gesamtflächenbedarf von rund 2.830 Quadratmetern vor. Diese verteilen sich auf rund 1.630 m² Gebäude- und rund 1.200 m² Freifläche. Der Gemeindevorstand hat dieses Raumprogramm verabschiedet.

Gleichzeitig wurde ein mit dem Bau von Feuerwehrgerätehäusern erfahrener Architekt mit der Grundlagenplanung des Gerätehauses beauftragt. Dieser hat bereits seine Arbeit aufgenommen und wird kurzfristig einen ersten Grundrissentwurf auf Basis des Raumprogrammes vorlegen. Ziel ist es, zur Gemeindevertretersitzung im September einen Grundsatzbeschluss zu fassen, mit dem das Großprojekt zur Aufnahme in die Prioritätenliste des Kreises und zur Bezuschussung durch das Land angemeldet wird. 


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