Parlament gibt einstimmiges Zeichen zur Verlegung von Stolpersteinen

Gründau
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In der jüngsten Sitzung der Gründauer Gemeindevertretung wurde der Antrag zur Verlegung von Stolpersteinen in Gründau einstimmig zugestimmt.



Somit wird die Gemeinde nun Kontakt mit dem Geschichtsverein aufnehmen und an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

Christoph Engel von der Gründauer Union ging in seiner Antragsbegründung zunächst auf die aktuellen Geschehnisse ein und erinnerte daran, dass die Gemeinde mit der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde am vorigen Samstag einen persischen Eisenbaum gepflanzt hat „Ein zweites Mal, nachdem der erste mutwillig und wahrscheinlich aus niederen Beweggründen zerstört worden war“, sagte Engel: „Nun haben wir ein Zeichen gesetzt, denn der Baum symbolisiert nicht nur Wachstum und Leben, sondern auch Toleranz, kulturellen Austausch und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.“ Engel weiter: „Und weil wir es nicht hinnehmen, wenn Unverbesserliche diese Zukunft zerstören wollen.“

Durch die Verlegung von Stolpersteinen möchte die CDU weitere, sichtbare Zeichen setzen, welche im gleichen Kanon wie die des Eisenbaums stehen: „Für Toleranz, Menschlichkeit, eine bessere Zukunft und zusätzlich gegen das Vergessen“. Weiter führte Engel aus, dass Stolpersteine kleine, unauffällige Gedenktafeln sind, die im öffentlichen Raum verlegt werden, um an die Opfer des Holocaust, aus der direkten Umgebung, zu erinnern. Dabei tragen die Steine die Namen und Geburtsdaten der Menschen, die während der NS-Zeit verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Dabei sind sie „nicht nur Mahnmale, sondern auch ein Aufruf zur Erinnerung und zur Wachsamkeit gegenüber jeglicher Form von Intoleranz und Diskriminierung.“

Abschließend betonte Engel, „Die Verlegung der Stolpersteine soll uns daran erinnern, dass wir die Vergangenheit nicht vergessen dürfen. Sie sollen uns mahnen, wachsam zu sein und uns aktiv für eine Welt ohne Hass und Vorurteile einzusetzen“ und mahnte weiter: „Gerade in der aktuellen Zeit, in der in Potsdam über die millionenfache Deportation von Mitbürgern gesprochen wurde - was erschreckend an die Wannseekonferenz von 1942 erinnert -, und Ewiggestrige unsere Demokratie gefährden, ist es wichtig Zeichen für Toleranz und Menschlichkeit zu setzen.“


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