Das Wächtersbacher Schloss war in staufischer Zeit eine Wetterauer Sicherungsburg, selbst durch Wassergräben geschützt. Ein hoher, zentraler Turm diente als letzte Zuflucht. Die in ihrem östlichen Teil noch in Resten erhaltene Kapelle zeigt mit ihrem Netzgewölbe gotische Schmuckformen. In der Folge erweiterten die jeweiligen Burgherren den Bau. Besonders Graf Anton I. von Ysenburg gestaltete die mittelalterliche Anlage im Sinne der Renaissance um. Rundtürme an den Ecken, der dem Treppenhaus vorgelegte Rundturm mit den drei Erkern und dem Eingangsportal, die Ausschmückung des kleinen Innenhofs und die Aufstockung einzelner Teile des Gebäudes machten den neuen Schlosscharakter aus. Das Wappen Antons I. und das seiner Gemahlin Anna von Wied-Runkel (†1542), der Wiedehopf, schmücken den Eingang; links auf dem Erker sehen wir das Wappen seiner Mutter Amalia, einer Gräfin von Rieneck, die dem Ysenburger Grafenhaus ein Erbe bei Gemünden am Main einbrachte.

Im Jahre 1687 begründete Ferdinand Maximilian I. eine eigene ysenburgische Linie und das Schloss wurde zu ihrer Residenz.


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