Gründau: Doch noch Hoffnung für Putzmeister-Werk?

Gründau

Am 10. September starten die Verhandlungen über die Zukunft von Putzmeister in Gründau. Im Februar hatte die Unternehmensleitung des Betonpumpenspezialisten angekündigt, die Produktion von Stahlkomponenten schon Ende dieses Jahres in die Türkei verlagern zu wollen und die 250 Stellen am Standort in Gründau zu streichen (wir berichteten). Auch die 30 Arbeitsplätze in Heimertingen bei Memmingen für die Fertigung von Fahrmischern sollen nach Kočevje in Slowenien verlagert werden. Allerdings besteht mit den Beschäftigten eine Standortsicherungsvereinbarung, die bis 2028 gültig ist.

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Vor Beginn der Verhandlungen mit der Unternehmensleitung zeigen sich Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall kämpferisch: „Gemeinsam setzen wir uns für eine langfristige

und sichere Perspektive ein.“ Der Konzernbetriebsrat, die IG Metall und die Geschäftsführung haben demnach eine Verfahrensregelung abgeschlossen. Diese habe den Beratern des Betriebsrates, die Unternehmensberatung Kemper & Schlomski aus Dresden, die Möglichkeit eröffnet, ein alternatives Konzept für die Zukunft der Standorte zu entwickeln. Der Arbeitgeber habe zugesichert, während dieser Phase keine seiner geplanten Maßnahmen umzusetzen.

Ziel ist es, die geplanten Standort-Schließungen abzuwenden.

Der Plan:

  • Revitalisierung und Neustrukturierung der Standorte
  • Stärkung der Leitwerke
  • Initiierung eines Transformationsdialoges am Hauptsitz in Aichtal

Die Forderungen:

  • Keine betriebsbedingten Kündigungen
  • Eine garantierte Mindestanzahl an Beschäftigten pro Standort
  • Alle notwendigen Investitionen in die Standorte

IG Metall und Betriebsrat zur Verhandlungsstrategie: „Unser Ziel ist es, den Arbeitgeber von der Stärke unseres Konzepts zu überzeugen – einer Alternative, die weit mehr bietet als die einfache Schließung der Standorte. Die intensive Analyse durch Kemper & Schlomski hat die Stärken und Schwächen des Unternehmens klar herausgearbeitet. Wir wissen, was für eine erfolgreiche Zukunft nötig ist und sind bereit, auch schwierige Themen anzugehen, wenn es der Sicherung unserer Arbeitsplätze dient. Jetzt gilt es, für die Umsetzung eines nachhaltigen und wirtschaftlich soliden Konzepts, das den Erhalt beider Standorte sichert, zu streiten.“

Am 10. September wird der Unternehmensleitung gemeinsam mit Kemper & Schlomski das Alternativkonzept präsentiert. Weitere Verhandlungstermine wurden bereits bis Mitte Oktober anberaumt.


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