Verunreinigtes Trinkwasser in Gründau: Neue Untersuchungs-Methode

Die Gründauer Wasserversorgung startet mit weiteren Untersuchungen zur Eingrenzung und Beseitigung des Erregerkeimes.

Gründau

Die Gemeinde Gründau wird in den nächsten Wochen weitere Untersuchungen durchführen, um die Ursache für die Verunreinigung im Trinkwassernetz näher einzugrenzen. Dabei kommt ein neues Untersuchungsverfahren zum Einsatz, das selbst bei weiter laufender Desinfektion den dadurch eliminierten Erregerkeim „Pseudomonas“ nachweisen kann. Dies berichtete Bürgermeister Gerald Helfrich (parteilos) in der Sitzung der Gemeindevertretung zu Wochenbeginn im Gemeinschaftshaus Breitenborn.

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Gemeinsam mit einem Fachunternehmen für Steuerungstechnik haben die Mitarbeiter der gemeindlichen Wasserversorgung in den zurückliegenden Wochen die Vorbereitungen für diese nächste Versuchsreihe getroffen. Dazu mussten eine Reihe von technischen Hindernissen gemeistert werden. Wichtigste Voraussetzung für den Start der Versuchsreihe ist es, den Netzbetrieb zwischen der Aufbereitungsanlage in der Gemarkung Hain-Gründau und dem Hochbehälter in Lieblos in unidirektionaler Richtung zu steuern. Dies bedeutet, dass für einen Zeitraum von mehreren Wochen der Betrieb und somit die Fließrichtung des Wassers nur in Richtung des Hochbehälters betrieben wird und ein Rückfluss, wie es im Normalbetrieb der Fall ist, verhindert wird.

Weitere Bedingungen dieses Umschaltversuches sind die Aufrechterhaltung der Versorgungsicherheit für die Bevölkerung und natürlich auch die Vorhaltung der erforderlichen Löschwasserreserve. Nach einer aktuellen Mitteilung aus dem Rathaus ist dieser Umstellungsprozess seit dem 10. Oktober erfolgreich abgeschlossen. Durch die geänderte Fließrichtung kann es möglicherweise zu kleineren Druckschwankungen und eventuellen Eintrübungen des Wassers kommen, so der Hinweis der Wasserversorgung. Für die Verbraucher besteht keine Gefahr, denn die vom Gesundheitsamt angeordnete Chlorung des Wassers ab der Aufbereitungsanlage bleibt bestehen. Der Chlorgehalt wird zudem täglich an mehreren Entnahmestellen überprüft.

In der 42. und 43. Kalenderwoche werden dann jeweils an insgesamt 11 Entnahmestellen Beprobungen und Untersuchungen auf den Erregerkeim Pseudomonas aeruginosa durchgeführt. Bei der Beprobung in der 45. Kalenderwoche werden dann an denselben Stellen auch Proben zur molekularbiologischen Analyse genommen und zum IWW-Institut für Wasserforschung nach Mühlheim an der Ruhr gebracht. Ein spezielles Verfahren kann hier selbst bei weiter laufender Desinfektion den Erregerkeim in eliminierten Zustand nachweisen.

Vom Erfolg dieses Untersuchungsdurchganges hängt dann das weitere Vorgehen ab. Dazu wird die Gemeindeverwaltung Gründau weiter berichten.

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Die Gründauer Wasserversorgung startet mit weiteren Untersuchungen zur Eingrenzung und Beseitigung des Erregerkeimes.


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