Die Untersuchungsergebnisse des Gründauer Trinkwassers sind laut einer Pressemitteilung aus dem Rathaus weiterhin unauffällig. „Eine gute Nachricht nicht nur für die Verbraucher, sondern für die gesamte Gemeinde“, so kommentiert Bürgermeister Gerald Helfrich (parteilos) den aktuellen Stand der laufenden Untersuchungsreihe. "Mittlerweile haben wir die 90-Tage-Marke seit der Abschaltung der Chlordioxidanlage erreicht und weiterhin ist kein Aufkeimen des Erregerkeimes „Pseudomonas“ im Versorgungsnetz der Ortsteile Lieblos, Rothenbergen, Niedergründau, Mittel- und Hain-Gründau festzustellen."
Seit der Abschaltung der Chlorung und dem Beginn der intensiven Untersuchungsphase Mitte November vergangenen Jahres seien mehr als 750 Proben im Labor analysiert worden. "Abgesehen von sporadischen Einzelnachweisen in der 1-Liter-Probe (in weniger als fünf Prozent aller Proben), die mit hoher Wahrscheinlichkeit im normalerweise eingesetzten Probenvolumen von 100 ml gar nicht detektiert worden wären, konnte kein Nachweis für ein durchaus zu erwartendes Wiederaufkeimen der Pseudomonaden festgestellt werden. Dies stimmt nicht nur die Verantwortlichen der Gründauer Wasserversorgung sehr positiv, sondern auch den von der Gemeinde auf Empfehlung der Stadtwerke Gelnhausen hinzugezogenen Wasserexperten, Dr. Ralf Kömen aus Göttingen. Mit drei Monaten ohne Desinfektion und ohne nennenswerte Auffälligkeiten ist der zuvor längste Zeitraum bis zum Wiederaufkeimen der Bakterien im Netz bereits um mehr als das Doppelte überschritten. Dies gibt Anlass zur Hoffnung, dass auch eine Änderung der Betriebsweise (Pendelbetrieb) ohne neuerliche Vermehrung der Pseudomonaden ablaufen würde. Die weitere Entwicklung wird wie bisher aufmerksam verfolgt“, so der Kommentar von Dr. Ralf Kömen.
Wegen der positiven Entwicklung seien in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises die Probenintervalle weiter verlängert und die Probenzahl reduziert worden: Anstatt wie bisher dreimal pro Woche werden seit Anfang Februar nur noch zweimal pro Woche Wasserproben aus dem Netz der fünf betroffenen Ortsteilen entnommen und ins Labor nach Gießen gebracht.
Die seit November 2024 laufende Untersuchung des chlorfreien Gründauer Trinkwassers ist weiterhin unauffällig.