Taxifahrer kämpft vor Gericht um seinen Führerschein

Gründau

Um seinen Führerschein und damit um seine Existenz kämpfte ein 62-jähriger Taxifahrer aus Gründau im Amtsgericht Gelnhausen.

Morgenpost

Wegen einer Verkehrsunfallflucht hatte er einen Strafbefehl erhalten, der den Eintrag von sieben Punkten im Bundeszentralregister zur Folge gehabt hätte. Strafrichterin Petra Ockert stellte das Verfahren nun gegen die Zahlung einer Geldbuße ein, so dass er keine verkehrsrechtlichen Konsequenzen befürchten muss.

Am 17. Januar diesen Jahres war er mit seinem Taxi auf dem Parkplatz einer Apotheke in der Gelnhäuser Straße in Lieblos gegen einen Pkw gefahren. Ohne sich um den Schaden zu kümmern, hatte er sich danach aus dem Staub gemacht. Der beschädigte Wagen, genauso wie seiner ein Mercedes, musste für 1.000 Euro repariert werden. Diese Kosten hat inzwischen die Versicherung übernommen, so dass zumindest dieser Fahrzeughalter nicht auf dem Schaden sitzen bleibt.

Dies wurde dem Taxifahrer nun in der Verhandlung positiv ausgelegt, auch seine inzwischen 20-jährige Berufsausübung ohne ein einziges Verkehrsdelikt bewertete das Gericht positiv. Anstatt den Punkten muss er jetzt 1.000 Euro an die Stiftung Kinderzukunft zahlen. Macht er dies in den nächsten Monaten, ist er weiterhin nicht vorbestraft und auch sein Verkehrsregister bleibt sauber.


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