Am Donnerstag hatte die SPD Gründau zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Trinkwasser eingeladen.
Neben Philipp Vogler von der Gemeinde Gründau und Björn Schmidt von den Stadtwerken Gelnhausen nahm auch die Bundestagsabgeordnete Dunja Kreiser per Videoschalte an der Veranstaltung teil.
"Die FWG ist der SPD Gründau dankbar, dass damit der Bevölkerung Gelegenheit gegeben wurde, sich über das Thema Trinkwasser weitergehend informieren zu lassen und darüber hinaus den Akteuren weitere Fragen zu stellen. Von Frau Kreiser wurde hauptsächlich das Thema Grundwasser und potentielle Risiken durch Eintrag von Nitrat, sog. Ewigkeitschemikalien (PFAS) aber auch Medikamentenreste beleuchtet und berichtet dass dafür von Seiten der Umweltbehörden ein regelmäßiges Monitoring des Grundwassers erfolgt. Herr Schmidt berichtete, dass seit Übernahme der Betriebsverantwortung durch die Stadtwerke Gelnhausen für das Versorgungsgebiet Gründau die Fernüberwachung aktiviert wurde, damit man bei Störungen frühzeitig eingreifen kann. Damit wird auch ein besonderes Augenmerk auf die Reduzierung von Trinkwasserverlusten gelegt, die sich zum Teil mit Leckagen in dem Altbestand an Trinkwasserleitungen im Gründauer Wassernetz erklären lassen", so die FWG in einer Pressemitteilung.
Und weiter: "Frau Kreiser sprach auch über die Gesetzesinitiative 'KRITIS', die ein besonderes Augenmerk auf die Absicherung kritischer Infrastruktur legt. Dazu zählt auch die Trinkwasserversorgung, die gegen Störfälle aber auch gegen Einflüsse von außen im Rahmen von Baumaßnahmen bis hin zu feindlichen Angriffen abgesichert sein muss. Ein Negativbeispiel war dabei der jüngste Stromausfall nach dem Angriff auf die Hochspannungsleitungen in Berlin. Bei dem der Umstand, dass alle Stromleitungen gemeinsam über eine Brücke geführt waren zu dem Totalverlust geführt hat. In der neuen Trinkwasserverordnung in Hessen wird festgelegt, dass die Betriebssicherheit der Versorgungssysteme nach dem Stand der Technik sicherzustellen und ein zertifiziertes Risikomanagementsystem bis zum 12. Januar 2029 einzuführen ist. Die Grundlage dafür bieten die Arbeitsblätter des DVGW, die unter anderem eine redundante Versorgung nach dem n-1 Prinzip verlangen. Für die Gemeinde Gründau bedeutet das, dass die einzige Verbindungsleitung zwischen der Aufbereitung in Hain-Gründau und dem Hochbehälter in Lieblos nicht ausreichend ist, weil nach einem Störfall an dieser Leitung drei Gründauer Ortsteile (Lieblos, Rothenbergen und Niedergründau) ohne Trinkwasserversorgung wären. Deshalb fordert die FWG schon seit mehreren Jahren den Bau einer zweiten Leitung, die auf einer unabhängigen Trasse geführt werden sollte. Mit dem Beschluss der Gemeindevertretung zum Bau dieser Leitung auf Grund eines FWG-Antrages aus 2022 wurde dieses wichtige Vorhaben auf den Weg gebracht und wird hoffentlich rechtzeitig vor dem Termin im Jahr 2029 in Betrieb genommen werden können. Wir bleiben weiter dran!"
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