Mit deutlichen Worten kritisiert die Wählergemeinschaft "Konservative Bürger Gründau" die zunehmende Praxis, dass amtierende Bürgermeister bei Kommunalwahlen auf Wahllisten kandidieren, obwohl sie ein mögliches Mandat im Gemeinde- oder Kreistag gar nicht antreten können oder wollen.
„Viele Bürger gehen zur Wahl in der Annahme, dass die Personen auf dem Stimmzettel auch tatsächlich bereit sind, das Mandat auszuüben“, erklärt ein Sprecher der Konservativen Bürger Gründau. „Wenn bekannte Bürgermeister lediglich als Stimmenmagneten aufgestellt werden, ist das aus unserer Sicht eine Irreführung der Wähler.“ Nach Auffassung der Wählergemeinschaft nutzen Parteien gezielt die Bekanntheit amtierender Bürgermeister, um zusätzliche Stimmen für ihre Listen zu gewinnen. Für die Wähler sei jedoch oft nicht transparent, dass diese Kandidaturen lediglich symbolischen Charakter haben. Im Falle einer Wahl würden dann andere Kandidaten nachrücken, die auf dem Stimmzettel deutlich weniger im Fokus der Öffentlichkeit gestanden hätten.
„Wer kandidiert, sollte auch bereit sein, das Amt anzutreten. Alles andere untergräbt das Vertrauen in die kommunale Demokratie“, so die Konservativen Bürger Gründau weiter. Die Wählergemeinschaft fordert daher mehr Ehrlichkeit gegenüber den Bürgern. Denkbar wären nach ihrer Auffassung klare Hinweise auf dem Stimmzettel oder gesetzliche Regelungen, die solche sogenannten „Schein-Kandidaturen“ künftig einschränken.
Gerade auf kommunaler Ebene, so die Konservativen Bürger Gründau, sei Glaubwürdigkeit entscheidend. „Kommunalpolitik lebt vom direkten Vertrauen zwischen Bürgern und ihren gewählten Vertretern. Dieses Vertrauen darf nicht durch taktische Wahlmanöver beschädigt werden.“ Die Konservativen Bürger Gründau rufen daher alle Parteien dazu auf, bei der Aufstellung ihrer Kandidaten mehr Verantwortung gegenüber den Wählern zu zeigen.
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