„Energiewende nicht auf dem Rücken der Bürger“

Gründau

Zu einer ganztägigen Klausurtagung hatte sich die SPD-Fraktion am vergangenen Samstag im Dorfgemeinschaftshaus in Rothenbergen eingefunden, um über die aktuellen, politischen Themen zu beraten.

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Schwerpunktthema war dabei die vom Regierungspräsidium in Darmstadt vorgeschlagenen, erweiterten Vorrangflächen für Windkraftanlagen. Würden diese Pläne umgesetzt, würde dies eine massive Verspargelung der Gründauer Landschaft bedeuten, die für die SPD-Fraktion nicht hinnehmbar ist. „Es ist nicht einzusehen, warum wir hier in Gründau eine Planung auslöffeln sollen, die uns eine schwarz-gelbe und nun schwarz-grüne Landesregierung eingebrockt hat. Energiewende ja, aber nur mit den Bürgern und nicht auf dem Rücken der Bürger“, betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende, Dr. Jürgen Schubert.

Daher hatten sich viele der anwesenden Fraktionsmitglieder spontan bereit erklärt, die Aktion der Bürgerinitiative gegen zusätzliche Windkraftanlagen auf Gründauer Gemarkung mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. „Alle Fraktionen hatten sich bereits in der vorletzten Sitzung der Gemeindevertretung gegen die Pläne aus Darmstadt ausgesprochen. Denn mit dem vorhandenen Windpark an den Vier Fichten und sonstigen Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarer Energie hat Gründau seinen Teil zur Energiewende beigetragen. Mehr ist den Bürgern nicht zuzumuten“, erklärte der Vorsitzende des Umweltausschusses, Oskar Neugebauer, dazu.Denn gerade der Ortsteil Breitenborn sei mit den Hochspannungsmasten schon über Gebühr beeinträchtigt.

In der weiteren Klausurberatung wurden Argumente gegen die Pläne des Regierungspräsidiums gesammelt. Der Gemeindevorstand hatte hierzu alle Fraktionen um Unterstützung gebeten. „Einige der ausgewiesenen Flächen liegen unseres Erachtens weniger als 1000 m an der nächsten Wohnbebauung. Auch sehen wir Gebiete, aus denen unser Trinkwasser kommt wie z.B. oberhalb des Hühnerhofes, als ungeeignet an“, meinte SPD-Gemeindevertreter Gerhard Arndt.

Foto: Mit Unterschrift Druck auf das Regierungspräsidium gegen weitere Windvorrangflächen machen (v. l.) Mario Dönges, Wolfgang Lamm, Dr. Jürgen Schubert, Norbert Breunig, Gerhard Arndt, Gisela Spahn, Hans Kroth und Oskar Neugebauer.


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