Statt U-Bahn-Überfall wegen Drogen verurteilt

Gründau

Nach einem Überfall auf ein älteres Ehepaar an einer U-Bahn-Station in Frankfurt im vergangenen Jahr hatten die Eltern eines 20-Jährigen aus Gründau einen schlimmen Verdacht.

Autohaus Koch

gerichtDie Person auf dem veröffentlichten Fahndungsfoto sah aus wie ihr Sohn, das teilten sie schließlich auch der Polizei mit, die diesem Hinweis nachging. Bei der Überprüfung stellte sich dann allerdings heraus, dass es sich offenbar um einen Doppelgänger handelte und der Gründauer nichts mit dem Überfall zu tun hatte. Vor Gericht stand er jetzt trotzdem: Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fand die Polizei nämlich Betäubungsmittel.

Den Beamten fielen am 15. August 2014 ein Joint mit einer Marihuana-Tabakmischung von 1,3 Gramm sowie weitere 0,2 Gramm Marihuana in die Hände. Nicht besonders viel, allerdings ist der 20-Jährige kein Unbekannter für die Ermittler. In einem Protokoll wurde von der Polizei vermerkt, dass der Gründauer schon des Öfteren nach dem Konsum von Betäubungsmitteln angetroffen und zur Urin- und Blutkontrolle abgeführt wurde, was auch der Angeklagte in der Verhandlung bestätigte. Diese Verfahren wurden allerdings anscheinend immer als Ordnungswidrigkeiten behandelt und mit Geldbußen geahndet.

Vor Gericht stand er aber auch schon: Im Jahr 2012 wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, ein Jahr später, weil er einen Roller geklaut hatte. Diesmal kam er mit einer Verwarnung davon, außerdem muss er 30 gemeinnützige Arbeitsstunden leisten. Das Urteil ist rechtskräftig.


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