Viel neue Energie in Hammersbach

Hammersbach
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Wer einfach mal ein E-Auto, Pedelec oder einen E-Scooter ausprobieren wollte oder sich für eines der vielen Themen rund um das Energiesparen, die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien oder auch für Finanzierungsfragen interessierte, war genau richtig beim 2. Energietag in Hammersbach.

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Bürgermeister Michael Göllner (SPD) konnte schon bei der Begrüßung viele Gäste willkommen heißen. Darunter den Landtagsabgeordneten Christoph Degen (SPD) und den 1. Beigeordneten des Regionalverbandes Frankfurt Rhein-Main, Rouven Kötter. Und Kötter hatte auch einiges mitgebracht. Am Stand des Regionalverbandes gab es neben reichlich Informationsmaterial frische Äpfel in umweltfreundlichen Jutebeuteln, die beim Einkauf die Plastikbeutel ersetzen sollen. Darüber hinaus gab es als Attraktion, nicht nur für Kinder, eine Carrera-Bahn, deren Antriebsenergie mit Pedalen erzeugt wird und die allen viel Spaß machte. Das erste Rennen zwischen dem Regionalpolitiker und dem Bürgermeister konnte Michael Göllner hauchdünn für sich entscheiden.

In seiner Begrüßungsansprache erinnerte Bürgermeister Göllner daran, dass die Gemeinde Hammersbach bereits seit vielen Jahren am Thema Erneuerbare Energie und Energieeffizienz arbeite. Durch eine Gruppe engagierter Bürger wurde bereits ein Energiekonzept erarbeitet. Es zeigt, wie es gelingen kann, die Klimaziele in Hammersbach zu erreichen.

Diese Gruppe trifft sich heute noch unter dem Namen „Energieteam“ regelmäßig und hat den zweiten Energietag gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung organisiert. Gerne hätte man an diesem Tag auch wieder einen Energiesparpreis vergeben, so Bürgermeister Göllner, aber leider gingen keine Vorschläge ein. Er rief dazu auf, mehr Mut zu haben und die best-practice-Beispiele vor Ort bekannt zu machen. „Ich bin mir sicher, dass es viele Menschen unter uns gibt, die gute Ideen umgesetzt haben, wie man Energie einsparen kann. Das möchten wir gerne symbolisch mit dem Preis auszeichnen.“, so Bürgermeister Göllner.

Zu jeder vollen Stunde gab es dann auf der Bühne des Bürgertreffs einen Fachvortrag. Los ging es mit einem Impuls von Josef Keller vom Energiestammtisch Freigericht. „Warum brauchen wir eine Energiewende“ war der Titel, unter dem anschaulich erklärt wurde, dass der Klimawandel nur abzumildern ist, wenn wir Energie einsparen und die notwendige Energie aus erneuerbaren Energien gewinnen. Dies sei, so Keller, auch ein logisches Gebot dessen, dass die fossilen Energieträger irgendwann erschöpft sind. „Wir leben über unsere Verhältnisse und müssen deshalb schleunigst umsteuern.“

Zur Mittagszeit erläuterte dann der Prokurist der Kreiswerke Main-Kinzig, Oliver Habekost, die Chancen und Möglichkeiten der Windenergie. Diese Form der Energieerzeugung polarisiert die Gemüter vieler Menschen. Ist sie für die einen doch der Schlüssel für das Gelingen der Energiewende, für die anderen eine Verschandelung des Landschaftsbildes und ein ökologischer Frevel. Für Habekost ist jedoch klar, dass man Landschaftsschutz nur erwirken kann, wenn man dem Klimawandel entgegen wirkt und Kohlendioxid vermeidet. Dazu ist es notwendig, auf Erneuerbare Energien und dabei auch auf die Windkraft zu setzen. Außerdem kann diese Form der Energiegewinnung auch zur Wertschöpfung im ländlichen Raum ihren Beitrag leisten.

Für jeden Einzelnen greifbar wurde es dann, als Diethard Stamm von der Mittelhessischen Energiegenossenschaft das Modell der Balkonphotovoltaikanlagen vorstellte. Diese Anlagen sind günstig, einfach zu montieren und speisen den Strom einfach ins hauseigene Netz zum direkten Selbstverbrauch ein. In wenigen Jahren hat sich diese Investition amortisiert. Wer es etwas größer haben möchte, war dann bei Dieter Skora gut bedient. Er stellte das Modell der Mietphotovoltaikanlagen vor.

Armin Deckenbach, der Vorsitzende des ADFC Hammersbach gab dann die Ergebnisse des „STADTRADELN“ in Hammersbach bekannt. Auch in diesem Jahr nahm die Gemeinde Hammersbach wieder an dieser Aktion des Klimabündnisses teil. Den ersten Platz in der Mannschaftswertung belegt natürlich der ADFC Hammersbach mit 5.324 Kilometern. Bester Einzelfahrer war Heinz Waller, der im vorgegebenen Zeitraum 951 Kilometer erradelte. Insgesamt sparten die Radfahrer über eine Tonne Kohlendioxid in den drei Wochen, gegenüber dem Auto, ein. Für das nächste Jahr wünschte sich Deckenbach eine weitere Steigerung der Teilnehmerzahl.

Im nächsten Vortrag wurde es wieder grundsätzlicher. Carsten Herbert von der Hessischen Energiesparaktion (HESA) gab einen Überblick, wie leicht jeder Energie sparen kann. Verknüpft wurde das mit einem geschichtlichen Exkurs über die Frage, wie die Energieerzeugung sich entwickelt und industrialisiert hat. Nun ist es notwendig, den technischen Fortschritt zu nutzen, um weniger Energie zu verbrauchen.

Über das Thema Photovoltaik in Verbindung mit Batteriespeichern sprach dann Axel Jankowski von der EAM. Da meist nur etwa 30 Prozent des Stroms, der auf dem eigenen Dach erzeugt wird, auch direkt selbst genutzt werden kann, ist es sinnvoll, den Rest zu speichern und dann zu verbrauchen, wenn keine Sonne scheint. Wie diese Speicher funktionieren und was sie kosten, erläuterte der Vertreter des kommunalen Unternehmens seinem interessierten Publikum. Den Abschluss bildete schließlich Michael Knauf von der Sparkasse Hanau, der einen Überblick über die verschiedenen Finanzierungsprogramme, insbesondere der KFW, für energetische Maßnahmen gab.

Der Hof des Bürgertreffs gehörte den ganzen Tag über der E-Mobilität. Viele Besucher nutzen die Angebote zum Ausprobieren. E-Autos, Pedelecs und E-Scooter fanden reges Interesse. Bürgermeister Michael Göllner dankte im Namen des Energieteams sehr herzlich allen, die mitgewirkt hatten, um diesen Tag zu gestalten und das Thema den Menschen näher zu bringen.

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