„Menschen in Pflegeberufen sind wahre Helden des Alltags“

Hammersbach
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Auch wenn man sich mit einem Thema viel beschäftigt und sich gut damit auskennt, geht häufig nichts über Erfahrungen aus erster Hand.

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Das gilt insbesondere für den Bereich der Altenpflege, über den gerade in Zeiten des Fachkräftemangels, der demographischen Entwicklung und den aktuellen Pflegereformen so viel geschrieben und gesprochen wird. Um sich ein eigenes Bild von der Situation in der Pflege und vom Alltag einer Pflegeeinrichtung zu machen, hat der Bürgermeister von Hammersbach, Michael Göllner (SPD), vor kurzem den Nachtdienst in der Senioren-Dependance Hammersbach als Hilfskraft begleitet. Eine ganze Nacht lang, hat Göllner die Herausforderungen des Pflegeberufs praxisnah kennengelernt und konnte dabei erfahren, wie es die Pflegekräfte schaffen, bei allen Formalitäten und organisatorischen Aufgaben, das Wohl und die Wünsch der anvertrauten Bewohner nicht aus dem Blick zu verlieren.

Pünktlich um 21:15 Uhr erschien Michael Göllner zur Nachtschicht und wurde dort von der stellvertretenden Hausleitung Anja van de Sand empfangen, die ihm sein Namensschild übergab und mit dem Ablauf und den auf sie zukommenden Aufgaben vertraut machte. „Ich dachte ursprünglich, eine Nachtschicht sollte ja eine bequeme Sache sein, da die Bewohner bestimmt schlafen würden. Doch tatsächlich ist es so, dass man die ganze Nacht lang auf den Beinen ist“, so Göllner. Neben drei turnusmäßigen Rundgängen durch das gesamte Haus, ist die Pflegefachkraft im Nachtdienst alleine für alle weiteren Aufgaben verantwortlich – sei es der Notruf der Bewohner, die Vorbereitung der Medikamente oder die sonstigen Formalitäten, die zum Alltag der Pflege gehören. Fehler oder Unachtsamkeit dürfen dabei nicht passieren, gleichzeitig müssen die Pflegekräfte immer einfühlsam auf die Menschen eingehen.

Die Erfahrungen, die Bürgermeister Göllner vor vielen Jahren während seines Zivildiensts gemacht hat, halfen ihm dabei die Pflegefachkraft ohne Ängste oder Hemmungen in allen Situationen zu begleiten. So wurde für Göllner schnell deutlich, dass der Pflegeberuf nicht nur körperlich sehr fordernd ist, sondern auch ein hohes Maß an Eigenverantwortung, Empathie und die Fähigkeit sich schnell auf herausfordernde Situationen einzustellen erfordert. Es ist aber auch ein erfüllender Beruf, der dazu beiträgt, dass Menschen in letzten Lebensabschnitt in Würde und auch in Freude leben können und Teil der Gesellschaft sind. Als die Schicht um 6:30 Uhr beendet war, zog Bürgermeister Göllner, zwar müde doch zufrieden, folgendes Fazit: „Für mich sind die Menschen in den Pflegeberufen wahre Helden des Alltags. Vielen Dank auch an das Team der Alten- und Pflegzentren des Main-Kinzig-Kreises, die es mir ermöglicht haben, diese Erfahrung zu machen.“

Foto: Müde und doch zufrieden: Der Bürgermeister von Hammersbach Michael Göllner bedankt sich am Ende des Nachtdiensts bei der stellvertretenden Hausleitung Anja van de Sand.

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