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Doch da Forstleute bekanntlich über Generationen hinweg denken, stecken sie auch angesichts vieler deprimierender Bilder nicht den Kopf in den Sand, sondern packen an. Deshalb werden im Hammerbacher Gemeindewald derzeit in einigen Bereichen, in denen der Borkenkäfer Fichtenbestände zum Absterben gebracht hat, neue Bäume gepflanzt.

Damit wird im Sinne einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung für einen standortgerechten Waldumbau gesorgt. Das definierte Ziel ist Stabilität, ökologische Wertigkeit und wirtschaftliche Holznutzung über das gesamte Bestandesleben, verbunden mit dem Fernziel, die folgende Waldgeneration über natürliche Verjüngung begründen zu können. Bürgermeister Michael Göllner hat sich von den Pflanzarbeiten in der Waldabteilung 106, wo auf etwa einem halben Hektar rund 6.000 junge Eichen gepflanzt werden, vor kurzem selbst ein Bild gemacht. „Wichtig ist, dass die jungen Bäume mit der ganzen Wurzel fest eingegraben und im richtigen Abstand gesetzt werden. Wir pflanzen alle 40 Zentimeter Eiche und halten zwischen den Reihen einen Abstand von zwei Meter. Dadurch erreichen wir, dass die Bäume im Dichtwuchs zu schönen, schlanken Schäften nach oben wachsen und keine Seitenäste ausbilden. Das ist wichtig für die zukünftige Holzqualität. Etwa 10 Förstergenerationen werden diesen Bestand pflegen, bis in 180 Jahren dann unsere Nachfahren dicke und wertvolle Eichen ernten können“, erläutert der Bürgermeister.

Revierförster Udo Kaufmann, der die Maßnahme im von der Gemeindevertretung verabschiedeten Waldwirtschaftsplan geplant hat und mit den beauftragten Unternehmer umsetzt, ist sich mit Bürgermeister Michael Göllner einig, dass die Pflanzung der Eichen auf diesen Standorten zwar eine recht teure Maßnahme ist, aufgrund der Nachhaltigkeit aber die richtige Entscheidung. Erfreulicherweise wird die Pflanzmaßnahme mit 85 % der Kosten vom Land gefördert. Nicht enthalten ist hier aber der Aufwand für den Wildschutzzaun, der allerdings notwendig ist, um die Pflanzen vor dem Wildverbiss zu schützen. Diese ausgewählte Fläche soll mit hochwertigem Pflanzmaterial aus speziellen Forstbaumschulen neu in Bestockung, wie die Forstleute es nennen, gebracht werden. Solche jungen Pflanzen werden vom Wild besonders gerne gefressen, weshalb ein Wildschutzzaun an diesen Stellen unumgänglich ist und vom Waldbesitzer bezahlt werden muss. „Die Nachfrage nach geeignetem, guten Pflanzmaterial ist natürlich derzeit wegen der hohen Nachfrage extrem hoch. Deshalb müssen wir alles dafür tun, dass aus dieser Neuanpflanzung auch ein stattlicher neuer Wald wird“, sind sich Michael Göllner und Udo Kaufmann einig.

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