Gewerbepark am Limes: Sofortiger Baustopp gefordert

Hammersbach
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In einer gemeinsamen Pressemitteilung äußern sich die drei Ortsverbände von Bündnis 90 / Die Grünen aus Büdingen, Hammersbach und Limeshain zu den jüngsten Äußerungen des ZWIGL-Vorsitzenden Michael Göllner (SPD), zugleich Bürgermeister von Hammersbach, zur weiteren Entwicklung des Gewerbeparks am Limes.

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"Lange Zeit haben der ZWIGL sowie die Bürgermeister aus Hammersbach und Limeshain, Michael Göllner und Adolf Ludwig (beide SPD), die unter anderem von der Bürgerinitiative SchatzBoden immer wieder auf den Tisch gebrachten Probleme, die das Logistikzentrum am Limes mit sich bringt, negiert. Kritikern des Ausbaus wurde von der SPD gar 'die rote Karte' gezeigt, statt einen konstruktiven Dialog mit den Bürger*innen zu suchen. Nun sieht Göllner plötzlich Verkehrsprobleme durch das stark erhöhte Lkw- und Pkw-Aufkommen rund um das Gewerbegebiet. Gleichzeitig entdeckt die SPD auf einmal ihr Herz für den historischen Handelsweg (Friedberger Straße), der – noch kürzlich von Ludwig als 'unbedeutend' deklariert – nun eine natürliche Grenze für den Gewerbepark bilden soll. Auf 2 ha Gewerbefläche des insgesamt auf 54 ha angelegten Areals ist der ZWIGL dafür bereit, zu verzichten", so die Grünen.

Grünes Feigenblatt vor der Kommunalwahl

"Woher kommt dieser scheinbare Sinneswandel? Aus Sicht der Ortsvereine Hammersbach, Büdingen und Limeshain von Bündnis 90 / Die Grünen kann nur die Sorge vor Verlust von Wählerstimmen bei den anstehenden Kommunalwahlen im März 2021 durch den harten Kurs in Sachen Logistikpark Ursache für die neuen Töne aus dem Lager der SPD sein. Leider führt dies nicht zu einem grundsätzlichen Umdenken, stattdessen wird den Bürger*innen der betroffenen Gemeinden nur ein grünes Feigenblatt hingehalten“, kritisiert Sandra Gerbert, 1. Sprecherin des Ortsverbandes Hammersbach, die Äußerungen. Tatsächlich werde an dem Plan der dritten Riesenhalle in der Westerweiterung festgehalten. „Der ZWIGL hat hierfür zusammen mit der Dietz AG ja schon einen Mieter präsentiert“, erinnert Heike Strohschnitter, 1. Sprecherin des Ortsverbandes Limeshain.

Auch die Aussparung des alten Handelsweges werde erst jetzt in Erwägung gezogen, nachdem Monika Ditter, 2. Sprecherin der Grünen in Limeshain, die alte Friedberger Straße für das Online-Kataster für kulturhistorische Landschaftselemente gemeldet habe. Dass die Eingrenzung östlich des Weges großzügig eingegrünt werden soll, betrachtet Strohschnitter als weitere Dreistigkeit des ZWIGL: „Spaziergängern soll der Anblick der hässlichen Hallen erspart werden, damit sich kein Unmut rührt“, vermutet sie. Wenn es der SPD ernsthaft um eine ökologische Gestaltung des Geländes gehen würde, hätte sie schon zu Beginn der Bauplanungen auf Begrünung oder auch die Integration von regenerativen Energiequellen bestanden. Stattdessen konnte Dietz ohne jegliche Auflagen seine Logistikhallen auf die billigste Art und Weise errichten.“

Abhängigkeit von Großinvestor Dietz wird weiter ausgebaut

Für die Osterweiterung stelle Göllner nun kleinteiliges Gewerbegebiet in Aussicht. "Fakt ist aber, dass die Dietz AG auch in 2021 das Vorkaufsrecht innehat, das bis Mitte 2021 für drei weitere Jahre verlängert werden kann. Eine Vertragsverlängerung des ZWIGL mit der Dietz AG über 2021 hinaus scheint Angesicht der laut Göllner 'Einigkeit über die gemeinsame Perspektive' wahrscheinlich. Was dann in der Osterweiterung am Ende tatsächlich errichtet wird, bleibt somit dem voraussichtlichen Eigentümer und Großinvestor Dietz überlassen, der sich sicherlich an der zu erzielenden Rendite orientieren wird. Göllner sieht neuerdings eine gestiegene Nachfrage für kleinere Einheiten. Trotzdem ist eine weitere gigantische Logistikhalle bei dem anhaltenden Boom der Branche doch als die rentabelste und einfachste Lösung für den Großinvestor die wahrscheinlichste Bebauung“, befürchtet Joachim Cott von Bündnis 90 / Die Grünen in Büdingen.

„Wir fordern einen sofortigen Stopp der Bebauung, damit nicht weiterer wertvoller Boden für immer versiegelt wird“, so Gerbert. „Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels können wir uns einen solchen Raubbau an der Natur nicht mehr leisten“. Dies gelte umso mehr, als die beteiligten Gemeinden nur wenige Vorteile, aber sehr viele Nachteile durch den Logistikpark hinnehmen müssten: „Mit nennenswerten Steuereinnahmen ist bei Unternehmen, die ihren Firmensitz nicht vor Ort haben und Arbeitsplätzen, die vorrangig im Niedriglohnsektor angesiedelt und mit Arbeitnehmern weit über die beteiligten Ortschaften hinaus besetzt sind, nicht zu rechnen – mit Verkehr, Lärm- und Abgasbelastung sowie Müll und einer verschandelten Landschaft aber sehr wohl“, fasst Gerbert zusammen.

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