"Die Gemeinde Hammersbach sieht sich im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Teilen gut aufgestellt – dennoch besteht weiterhin Entwicklungspotenzial", so Bürgermeister Michael Göllner (SPD).
Da Hammersbach über keinen Schienenanschluss verfüge, konzentriere sich das Angebot ausschließlich auf den straßengebundenen Nahverkehr: "Mit dem vom Kreistag des Main-Kinzig-Kreises beschlossenen ambitionierten Nahverkehrsplan wurde bereits vor einigen Jahren eine wichtige Grundlage geschaffen, um insbesondere in Kommunen wie Hammersbach die Nutzung des ÖPNV zu stärken. Neben den bestehenden Buslinien 563 und der MKK-Linie 57 sieht der Plan unter anderem eine sogenannte tangentiale Verbindung zwischen dem Bahnhof Nidderau und dem Interkommunalen Gewerbegebiet in Hammersbach vor. Gerade mit Blick auf die positive wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde gewinnt diese Anbindung zunehmend an Bedeutung. Wir haben in den vergangenen Jahren viele Arbeitsplätze in unserem Gewerbegebiet geschaffen. Diese müssen nun – wie im Nahverkehrsplan vorgesehen – auch an den ÖPNV angebunden werden“, betont Göllner.
Diese Forderung bestehe bereits seit mehreren Jahren und gewinne sowohl für die ansässigen Betriebe als auch für deren Mitarbeitende zunehmend an Dringlichkeit: Auch die Gemeindevertretung habe sich im vergangenen Jahr nochmals entschieden für eine Verbesserung der Anbindung ausgesprochen. "Das Anliegen wurde wiederholt an die Kreisverkehrsgesellschaft herangetragen und Bürgermeister Göllner hat die Dringlichkeit unter Verweis auf aktuelle Zahlen des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain erneut gegenüber der hauptamtlichen Kreisspitze bekräftigt. Die Umsetzung steht allerdings noch aus. Erfreuliche Ergebnisse zeigt hingegen das aktuelle Regionalmonitoring bei der Erreichbarkeit von Haltestellen. Während in ländlicheren Regionen die durchschnittliche Entfernung zur nächsten Haltestelle häufig recht groß ist, bildet Hammersbach hier eine bemerkenswerte Ausnahme. Die sogenannte einwohnergewichtete Luftliniendistanz liegt in Hammersbach bei lediglich 144 bis 200 Metern und damit auf einem Spitzenwert im Vergleich zu anderen Kommunen des Altkreises Hanau", heißt es weiter aus dem Rathaus.
Bürgermeister Göllner führt dies sowohl auf die kompakte Siedlungsstruktur als auch auf die vorausschauende Verkehrspolitik der vergangenen Jahrzehnte zurück: „Die Anzahl der Hammersbacher Haltestellen und ihre Erreichbarkeit sind kein Zufall, sondern Ergebnis einer langfristigen Planung, die den ÖPNV stets berücksichtigt hat.“ Verbesserungspotenzial bei den Haltstellen sieht der Bürgermeister in Sachen Barrierefreiheit: „Unser Ziel sollte es sein, alle Haltstellen, an denen das möglich ist, barrierefrei umzubauen.“
Als besonders geglückte Lösung hebt der Bürgermeister den sogenannten Ein-Euro-Tarif innerhalb der Gemeinde hervor: „Gemeinsam mit der Kreisverkehrsgesellschaft haben wir bereits vor einigen Jahren einen Tarif eingeführt, der es ermöglicht, für nur einen Euro innerhalb der Gemeinde zu fahren. In Kombination mit den kurzen Wegen zu den Haltestellen ist das ein besonders attraktives Angebot.“ Gerade in Zeiten steigender Treibstoffpreise könne dies ein zusätzlicher Anreiz sein, innerörtlich häufiger auf das Auto zu verzichten – beispielsweise für Fahrten zum Einkaufen.
Bürgermeister Göllner lässt keinen Zweifel daran, dass er sich auch weiterhin dafür einsetzen wird, das bestehende ÖPNV-Angebot bedarfsgerecht auszubauen und an die wachsenden Anforderungen von Bevölkerung und Wirtschaft anzupassen.
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