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Am 19. Juni konnten zum ersten Mal in Langen-Bergheim zwei Jungstörche beringt werden.

Ende März hatte ein Storchenpaar den Storchenhorst in der Elschwiese in Langen-Bergheim als Brutplatz angenommen. Nach vielen Jahrzehnten wurden Störche wieder hier heimisch. Als Mitglieder des Vogelschutzvereins Hammersbach die Nisthilfe auf dem großen Mast vor zehn Jahren aufstellten, dachten sie, dass es schneller gehen würde, aber man musste geduldig warten.

Ende Mai konnten im Nest drei Jungstörche beobachtet werden, von denen aber nur zwei das nasse und kalte Frühjahr überlebten. Jetzt - Mitte Juni - war es Zeit, die beiden mit ihren Ringen zu versehen. Die Beringung übernahm der kreisweit tätige Storchenschutz-Initiator und Vogelberinger Werner Peter aus Freigericht. Dachdeckermeister Michael Kraus aus Marköbel half dem Ornithologen und Ilona Schmidt als Fotografin mit einem Hubsteiger auf die Höhe des Nestes. Die zwei Jungstörche ließen die Prozedur wie erwartet widerstandslos über sich ergehen, denn Störche fallen in diesem Alter bei Gefahr in eine Art Starre, Akinese genannt.

Zwei Storchenpaten waren schnell gefunden: Michael Kraus, der "seinem" Storch den Namen Apollo verlieh, und Manfred Petz, dem der Verein die Fotoserie über die Langen-Bergheimer Störche verdankt. Er wollte sich vor der Namensgebung lieber noch einmal mit seiner Familie besprechen. Jetzt bleibt zu hoffen, dass die Jungstörche 3V545 und 3V546 auch die heißen Tage gut bewältigen und demnächst ihre ersten Flugversuche unternehmen können.

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