Umgebautes Martin-Luther-Haus eingeweiht

Marköbel

Als eines der großen öffentlichen Projekte der Dorferneuerung in Hammersbach konnte vor wenigen Tagen das kernsanierte Martin-Luther-Haus feierlich eingeweiht werden.

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Bevor Bürgermeister Michael Göllner die zahlreichen Gäste, unter ihnen die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, begrüßen konnte, wurde ein Gottesdienst gefeiert. Das Martin-Luther-Haus wurde Anfang der 70er Jahre von der Kirchengemeinde Marköbel gebaut und diente als Gemeindehaus. Im Rahmen der Dorferneuerung reifte dann bei der politischen Gemeinde, der Kirchengemeinde und dem Arbeitskreis Dorfentwicklung der Plan, das Haus der Gemeinde zu übertragen und zu sanieren, um es durch Vereine, für private Feiern und die Seniorenarbeit der Gemeinde nutzen zu können. Gemeinsam mit dem Planungsbüro Heim wurden von den verschiedenen Nutzern Belegungspläne abgesprochen und die Pläne für den Umbau erarbeitet.

Die Sanierungsarbeiten begannen im Sommer 2015 und wurden nun abgeschlossen. Neben dem großen Versammlungsraum mit Küche stehen im Erdgeschoß zwei kleinere Räume für die verschiedenen Gruppen zur Verfügung. Die Landfrauen haben sich zusätzlich eine Teeküche eingerichtet. Neu eingebaut wurde ein Aufzug, der einen barrierefreien Zugang erlaubt. Der Umbau des Martin-Luther-Hauses ist ein wichtiger Baustein im Rahmen der Maßnahmen zur Belebung des Ortskernes in Marköbel. Als nächste Schritte stehen die Sanierung des benachbarten Historischen Rathauses sowie die Umgestaltung des Martin-Luther-Platzes als verbindendes Element an. Dies alles ist auch im Zusammenhang mit dem Bau der Seniorendependance und den zehn barrierefreien Wohnungen für Senioren zu sehen.

Bürgermeister Michael Göllner hob die Bedeutung der Dorferneuerung besonders hervor: „Es ist ein Glücksfall, dass wir wieder in die Dorferneuerung aufgenommen wurden und so die Chance hatten, erhebliche Fördergelder für unsere Maßnahmen im Dorfkern zu erhalten. Doch diese Chance ist nicht vom Himmel gefallen, sondern wir haben lange daran gearbeitet und viel Überzeugungsarbeit leisten müssen. Ein großes Lob geht deshalb an den Main-Kinzig-Kreis mit seinen Mitarbeitern, die uns hier immer stark unterstützt haben. Auch den Beteiligten in der Kirchengemeinde sowie den Menschen, die sich in die Dorferneuerung einbringen, gilt es danke zu sagen“, so Bürgermeister Göllner. Die Umbaukosten betrugen rund 465.000 €. Dazu kommen noch 160.000 € Nebenkosten für Planung, Notar, Grunderwerbsteuer und Ähnliches. An Fördergeldern sind in dieses Projekt rund 225.000 € geflossen.

Die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler wünschte der Gemeinde, dass dieses Haus im Rahmen aller Dorferneuerungsmaßnahmen zu einem nachhaltigen Gewinn für die Menschen in Hammersbach wird. Sie dankte ausdrücklich den gemeindlichen Gremien, die dieses Projekt ermöglicht haben. Denn die Dorferneuerung trage zwar ihren Teil dazu bei, attraktive und lebenswerte Orte zu schaffen. Den anderen Teil aber leisteten die Gemeinden, die bereit sein müssten, eigenes Geld zu investieren. Anders könnten die geförderten Maßnahmen letztlich nicht  umgesetzt werden. Hier sei die Gemeinde Hammersbach ein Vorbild, die das auch in finanziell schwierigen Zeiten immer wieder schaffe. Zum Schluss übergab Architekt Klaus Heim den symbolischen Schlüssel. Nun kann das Haus mit neuem Leben erfüllt werden.


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