Auch wenn die Pegel an Main und Kinzig in Hanau am Freitag abend noch unauffällig waren, schüren die Bilder von überfluteten Straßen und Wegen im Umland auch in der Brüder-Grimm-Stadt die Furcht vor einem neuen Hochwasser. Wie Oberbürgermeister Claus Kaminsky sagt, nahm die Zahl der besorgten Anrufer*innen bei der Stadt stetig zu.

"Bei uns wird es das nicht geben!", stellt Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) als Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Baugesellschaft in Hanau klar, dass er sich über die jüngst bekannt gewordenen Mieterhöhungen der Nassauischen Heimstätte des Landes Hessen nur wundern kann.

Nach der Berichterstattung fordert Anja Zeller, Oberbürgermeisterkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, dass der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) nicht länger zu den Polizeifehlern in der Tatnacht des 19. Februar 2020 schweigen darf.

"Wenn die am Donnerstag bekannt gewordenen Recherchen des Hessischen Rundfunks, des ARD-Magazins Monitor und des Magazins Der Spiegel zu den Abläufen des Tatgeschehens in der Nacht des Attentats zutreffen, ist es eine Frage des politischen Anstands, endlich die Öffentlichkeit aufzuklären und politische Verantwortung zu übernehmen", fordert Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Daneben sieht er auch die Justiz gefordert, zur Aufklärung beizutragen und Ermittlungen aufzunehmen.

Einer der Tatorte beim rassistisch motivierten Anschlag vom 19. Februar 2020 in Hanau war die Arena Bar am Kurt-Schumacher-Platz. Dabei wird in jüngsten Medienberichten immer wieder davon berichtet, dass zur Anschlagszeit der Notausgang in Richtung Treppenhaus verschlossen gewesen sei. "Dafür liegen dem städtischen Ordnungsamt jedoch keinerlei Hinweis vor", stellt in diesem Zusammenhang Hanaus Stadtrat Thomas Morlock (FDP) klar.

Zur Recherche über den Terroranschlag in Hanau von Spiegel-Online und ARD-Magazins „Monitor“ und des Hessischen Rundfunks  erklärt Saadet Sönmez, integrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag und der Jochen Dohn, Oberbürgermeisterkandidat der Partei DIE LINKE in Hanau:

Auf circa 10.000 Euro schätzen die Beamten den Sachschaden, den offenbar drei Männer am frühen Donnerstagmorgen in der Straße "Vor der Kinzigbrücke" in Hanau durch unerlaubtes Sprayen verursacht haben. Mehrfach hinterließen sie den Schriftzug "BLÖD" an Hausfassaden der einstelligen sowie der 10er-Hausnummern. Ein aufmerksamer Anwohner alarmierte kurz vor 4 Uhr die Polizei und gab an, dass ein grauer Mercedes soeben auf der Straße angehalten habe und dunkel gekleidete Personen ausgestiegen seien.