"Wir befinden uns in einer absoluten Ausnahmesituation, in der wir die Lage immer wieder neu bewerten und unsere Maßnahmen aktuell daran ausrichten müssen", beschreibt Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) die Notwendigkeit zu weiteren Entscheidungen, die sich auf den Alltag der Hanauer Bürgerinnen und Bürger auswirken.

Alle Sitzungen von Magistrat, Stadtverordnetenversammlung und Ausschüssen sowie vom Ausländerbeirat und den Ortsbeiräten werden in Hanau bis auf weiteres gestrichen.

In Reaktion auf die aktuellen Entwicklungen hat sich die Stadt Hanau entschieden, von Montagnachmittag an ein Fieberzelt mit Triage am städtischen Klinikum zu installieren. Patienten werden dort nach ihren Beschwerden kategorisiert und eventuell gleich abgesondert. „Das Zelt hat vor allem eine Schleusenfunktion, die verhindern soll, dass Corona-Infizierte das Haus betreten,“ erklärt Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD), dass bisher der Zugang zum Klinikum für jedermann möglich ist, ohne dass zuvor überprüft wird, ob eventuell ein Risiko der Übertragung von Infektionen besteht.

Nachdem die Stadt Hanau und der Main-Kinzig-Kreis am Freitag bereits angekündigt hatten, die eigenen Schulen und Kindertagesstätten vor Ort zu schließen, wurden die Rahmenbedingung für diese Sicherheitsmaßnahme durch das Land Hessen im Laufe des Tages präzisiert.

Mit einer Kunstaktion von Sanja Zivo startet die zweite Veranstaltungswoche der "Internationalen Wochen gegen Rassismus" 2020 in Hanau.

Zwei unbekannte Radfahrer raubten am Donnerstag, gegen 11.50 Uhr, in Hanau einen 42-jährigen Passanten aus. Der Fußgänger lief vom Hauptbahnhof kommend zur Güterbahnhofstraße, als sich ihm zwei Fahrradfahrer von hinten näherten. Einer von ihnen schlug im Vorbeifahren dem Mann auf den Kopf, während der andere versuchte dem Opfer den Rucksack zu entreißen.

"Seit Tagen beschäftigt uns die Frage zum richtigen Umgang mit dem Coronavirus und es gibt bisher noch kein Patenrezept, diese herausfordernde Situation aufzulösen. Mit Blick auf die aktuellen Ereignisse und deren wachsender Dynamik haben wir aus Verantwortungsbewusstsein für unsere Bürgerinnen und Bürger jetzt offiziell den Krisenstab der Stadt Hanau einberufen, wo am Freitag festgelegt wurde, dass wir überall dort, wo wir es selbst in der Hand haben, öffentliche Räume schließen", erklärt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) die weitreichende Entscheidung der Stadt, die auch zu einer Schließung der Schulen sowie aller städtischen Kindertagesstätten von Montag an bis vorläufig 10. April führt.