"Optimale Ausstattung unserer Krankenhäuser und ihres Personals hat allerhöchste Priorität", so Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). Sehr deutlich äußerte sich Kaminsky in dieser Frage gegenüber Prof. Dr. Jürgen Graf. Der von Hessens Sozialminister Kai Klose vor einer Woche mit der Führung des Planungsstabes "Stationäre Versorgung von COVID-19-Patienten" beauftragte Ärztliche Direktor des Frankfurter Uni-Klinikums Graf hat bisher keine Aufgabenstellungen und keine Informationen kommuniziert.

Sonst beleben sie mit Riesenrad, Autoscooter und Kinderkarussell die Fest- und Rummelplätze. Jetzt sorgt die Corona-Krise dafür, dass alle Fahrgeschäfte ruhen müssen.

Die hessischen FDP-Landtagsabgeordneten Marion Schardt-Sauer, rechtspolitische Sprecherin der Freien Demokraten im hessischen Landtag, und Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, ehemaliger Justizminister und jetziger FDP-Landtagsvizepräsident, haben das geplante Haus des Jugendrechts in Hanau erneut zum Thema im hessischen Landtag gemacht.

Am Donnerstag gab es in Hanau den ersten Corona-Todesfall. Es handelt sich um eine mehr als 90 Jahre alte Bürgerin, die sich in häuslicher Quarantäne befand. "Unser Mitgefühl gilt allen, die der Verstorbenen nahegestanden haben", sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Zurzeit befinden sich 13 Corona-Patienten in Hanau in stationärer Behandlung, die auch aus der Region stammen. Kaminsky mahnt: "Wir dürfen unsere Ziele, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und uns medizinisch besser aufzustellen, nicht aus den Augen verlieren."

Das Kontaktverbot in Zeiten von Corona und die dringende Empfehlung, im Haus zu bleiben, stellt derzeit alle Menschen vor eine besondere Herausforderung, die genau jetzt in eine neue Wohnung oder ein neues Haus umziehen wollen.

"Wir müssen schon jetzt Vorsichtsmaßnahmen ergreifen und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass wir uns am Ende der Krise in einer finanziellen Situation wiederfinden, die uns einen möglichst guten Start ermöglicht."

Mit Hochdruck, aber ohne Panik: Im Klinikum Hanau laufen die Vorbereitungen auf weitere Corona-Fälle im angemessen zügigen Tempo. Aktuell stehen auf der sogenannten "Corona-Station" acht Betten in Einzelzimmern zur Verfügung, weitere 22 Betten auf zwei Stationen sind vorbereitet und könnten sofort belegt werden. Auch bei den Intensivbetten hat das Klinikum bereits vorgesorgt: Die 22 Betten, die im Normalbetrieb verfügbar sind, werden bis Ende der Woche auf 34 aufgestockt.