Seit Dienstag sind in den hessischen Schulen wieder alle Klassen angekommen: Mit den Jahrgangsstufen eins bis drei läuft der Schulbetrieb wieder auf Hochtouren – zumindest theoretisch.

Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) hat sich am Pfingstsonntag mit einer persönlichen Erklärung an die Hanauer Bevölkerung gewendet. Grund sind die nach wie vor hohen Fallzahlen in der Brüder-Grimm-Stadt, die ihn mit Sorge erfüllten, so der Oberbürgermeister. Die Zahlen stünden im Widerspruch zum am Wochenende registrierten sorgloseren Umgang der Hanauerinnen und Hanauer mit den Corona-Vorsichtsmaßnahmen.

In der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Sportsfield Housing ist am Freitag ein bestätigter COVID-19-Fall aufgetreten. "Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises und die Stadt Hanau haben unverzüglich alle notwendigen Maßnahmen ergriffen", erklären die Erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises, Susanne Simmler, und der Oberbürgermeister der Stadt Hanau, Claus Kaminsky (SPD). Die betroffene Person wurde unmittelbar in Quarantäne versetzt, die Mitbewohner befinden sich in häuslicher Absonderung, die Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Absonderung.

Weiterhin gilt in der hessischen Gastronomie: Ausnahmslos jede Besucherin und jeder Besucher muss seinen Namen und Kontaktdaten hinterlassen, und zwar unabhängig davon, ob die Bewirtung in einem Lokal oder in der Außengastronomie erfolgt. So soll sichergestellt werden, dass im Falle eines Covid-19-positiv getesteten Gastes alle anderen, die sich zum gleichen Zeitpunkt in der jeweiligen Lokalität aufgehalten haben, darüber informiert und im Zweifelsfall in Quarantäne geschickt werden können.

Zu Beginn der Corona-Krise hat die Stadt Hanau eine eigene Sozial-Hotline eingerichtet, um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern tatkräftig bei ihren Fragen rund um soziale Themen zur Seite zu stehen.