"Viele Worte, falsche Zahlen, keine Aufklärung – so schafft man kein Vertrauen." So hat Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) auf die Erklärung des Main-Kinzig-Kreises zu den Ereignissen rund um die Veranstaltung in einem Bethaus in Frankfurt reagiert. Er hatte in den vergangenen Tagen mehrfach – erst intern, dann öffentlich – beim für Hanau zuständigen Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises weitere Informationen zu den aus der Brüder-Grimm-Stadt stammenden Infizierten eingefordert.

Weit über 1000 Stoffmasken für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wohnstifts Hanau haben die Betreuungskräfte Anja Fröhling-Conrad, Barbara Kantorski und Cristiana Rehner genäht. Damit folgten sie einem Aufruf von Stephan Hemberger, Einrichtungsleiter des Wohnstifts. „Ich freue mich sehr, wenn wir auf selbstgenähte Stoffmasken zurückgreifen können. Vor allem, wenn sie sozusagen aus dem eigenen Haus stammen“ so Hemberger.

„Die Corona-Pandemie hat auch unsere ehrenamtliche Arbeit sehr verändert. Unsere regelmäßigen Vorstandstreffen finden nicht mehr live statt. Wir treffen uns virtuell in Videokonferenzen und sprechen über die Bestimmungen und Auflagen seitens der Behörden und neue Strategien“, berichtet die Vorsitzende der Nachbarschaftsinitiative Mittelbuchen, Caroline Geier-Roth.

"Das hat mit Krisenmanagement und professioneller Krisenkommunikation nichts zu tun." Mit dieser Feststellung hat Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) am Montag erneut auf den weiter ausbleibenden Informationsfluss zum Infektionsgeschehen in einem Frankfurter Bethaus reagiert. Dort sollen sich bei einer Veranstaltung am 10. Mai mehr als 100 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert haben (wir berichteten), mindestens 17 davon sollen in Hanau wohnen.

„Die eigene Wohnung ist der Raum, an dem sich die Menschen - nicht erst seit den letzten Ausnahme-Wochen - überwiegend aufhalten. Wohnen ist ein Grundrecht, das geschützt und verteidigt werden muss.“

Mit Unmut hat Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) auf den Informationsfluss zum Infektions-Geschehen in einem Frankfurter Bethaus reagiert. Dort sollen sich über 100 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert haben, mindestens 16 davon sollen aus Hanau stammen. "Die fragliche Veranstaltung soll vor nunmehr zwei Wochen stattgefunden haben – die einzige Information, die uns als offenbar betroffene Kommune bislang vorliegt, ist die Zahl der möglichen Infektionsfälle. Wir wissen nicht, um wen es sich handelt, welches Alter die Betroffenen haben und ob und wo sie sich in den vergangenen Tagen in unserer Stadt bewegt haben", stellt Kaminsky fest.

Der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) kehrt nach Corona-bedingten Einschränkungen in der Abfallentsorgung ab Juni ein weiteres Stück in die Normalität zurück.

Auch die Hanauer Tafel spürt die Auswirkungen der Corona-Krise – im positiven, wie im negativen Sinne, wie  Gordana Kapetanic und Annette Geier-Neugebauer vom Leitungsteam der Einrichtung sowie Jörg Mair (stellvertretender Geschäftsführer der Stiftung Lichtblick) bei einem gemeinsamen Besuch der CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Katja Leikert, des Hanauer Landtagsabgeordneten Heiko Kasseckert sowie des örtlichen CDU-Vorsitzenden Joachim Stamm berichteten.

Der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau haben am Samstagmorgen in einer Dringlichkeitssitzung gemeinsam beschlossen, dass das für Sonntag, 24. Mai, im Herbert-Dröse-Stadion geplante Fasten-Gebet verschiedener muslimischer Institutionen nicht stattfinden darf. Die am Mittwochabend seitens des zuständigen Gesundheitsamtes des Main-Kinzig-Kreises erlassene Genehmigung der Veranstaltung wurde widerrufen.

Als Betreiber der öffentlichen Abwasseranlagen ist der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) gesetzlich dazu verpflichtet, regelmäßig Kanalinspektionen vorzunehmen.