Die Stadt Hanau hat schon frühzeitig einen Corona-Krisenstab ins Leben gerufen, in dem zentral alle Fragen rund um die Entwicklungen und Notwendigkeiten im Zusammenhang mit dem Virus zusammenlaufen und bearbeitet werden. Die ämter- und dezernatsübergreifende Struktur des Stabs garantiert dabei den notwendigen Informationsfluss. Die von den einzelnen Ämtern, Behörden und Eigenbetrieben entsendeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen sicher, dass jede neue Entwicklung sofort Eingang finden kann in die tagesaktuelle Arbeit.

"Wo erhalte ich Hilfe, um meine Miete zu zahlen?" "Wer sichert meiner Familie den Lebensunterhalt, während ich als Freiberufler keine Einnahmen habe?" "Wer ist für das Beantragen von Kurzarbeitergeld verantwortlich?"

"Jetzt haben wir endlich mehr Klarheit." Mit diesen Worten hat Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) am Sonntagabend auf die neuen Leitlinien der Bundesregierung und des Landes Hessen zur  Beschränkung sozialer Kontakte im Rahmen der Corona-Krise reagiert.

Die Stadt Hanau macht im Kampf gegen die "Hamsterkäufe" Ernst: Ab Montag dürfen Waren nur noch in haushaltsüblichem Umfang an eine Person abgegeben werden. "90 Prozent der Menschen sind vernünftig, aber der kleine Teil der Unvernünftigen gefährdet zunehmend die Versorgungslage", begründet Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) die entsprechende Allgemeinverfügung, die ab Montag (23. März 2020) gilt. Hanau orientiert sich dabei auch am Landkreis Marburg-Biedenkopf, der ein entsprechende Regelung bereits am Samstag auf den Weg gebracht hatte.

Mit einer Kampagne in den Sozialen Medien macht die Stadt Hanau auf die zahlreichen Menschen aufmerksam, die häufig unbemerkt von der Öffentlichkeit ihre aktuell lebensnotwendige Arbeit für die Allgemeinheit tun. Unter #hanauhelden bekommen sie ab sofort auf Instagram und Facebook ein Gesicht. Der Kassierer im Supermarkt, die Kranken- und Gesundheitspflegerin auf der Intensivstation, der Taxifahrer, Stadtpolizist und viele andere mehr erzählen hier ihre Geschichte.

"Unser Ziel ist die größtmögliche Fürsorge für die Menschen unserer Stadt", erklärt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) am Samstag die ergänzende Allgemeinverfügung, mit der die Stadt Hanau die Vorgaben der Landesverfügung präzisiert und mit eigenen restriktiven Regelungen darüber hinaus geht.

Ein weiterer Versuch, die Aufforderung zum Abstandhalten mit Nachdruck unter die Menschen zu bringen, geht von verschiedenen Krankenhaus-Teams aus, die Fotos mit der klaren Aufforderung "Wir bleiben für Euch da – Bleibt Ihr für uns Zuhause!" in den Sozialen Medien teilen. Daran beteiligen sich auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums Hanau und des Sankt Vinzenz Krankenhauses. "Diese Challenge ist mehr als nur ein unterhaltsamer Zeitvertreib", unterstreicht Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD), dass es unbedingt notwendig ist, durch den Verzicht auf persönliche Kontakte der Verbreitungsgeschwindigkeit der Krankheit entgegenzutreten.

Abstand halten ist derzeit das Gebot der Stunde, denn die vernünftige Distanz zu anderen Menschen ist der beste Schutz vor einer möglichen Infektion mit dem Corona-Virus. "Leider ist zu beobachten, dass bei einigen Mitmenschen der Ernst der Lage und die Bedeutung noch nicht angekommen sind," erklärt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky den Grund, dass Hanau die Regelungen ab Samstag mittag verschärft. So sind ab 12 Uhr nur noch Zusammenkünfte von bis zu fünf Menschen erlaubt, um die Ansteckungsgefahr so weit wie möglich zu reduzieren.

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