Stolz begrüßt Bekenntnis zu Wohnungsbau in kommunaler Hand

Hanau

Die Situation am Wohnungsmarkt in Hanau und Umgebung, die Schaffung von weiterem bezahlbarem Wohnraum für alle Bürgerinnen und Bürger und die Möglichkeiten der künftigen Stadtentwicklung in Hanau durch die Nutzung der zur Verfügung stehenden Konversionsflächen standen im Mittelpunkt eines Besuchs von Thorsten Stolz beim Mieterbund in Hanau.

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Der Vorsitzende Hans-Egon Heinz informierte den Landratskandidaten bei dem Treffen auch über Aufgaben und Strukturen des Mieterbundes Hanau, der rund 5.000 Mitglieder vertritt, die im westlichen Main-Kinzig-Kreis von Hanau bis Wächtersbach wohnen.

Thorsten Stolz zeigte sich im Gespräch mit Hans-Egon Heinz von der großen Anzahl der wöchentlich geleisteten Beratungstermine beeindruckt: Bis zu 40 solcher persönlichen Beratungen pro Woche ermöglicht der Mieterverein durch die Zusammenarbeit mit drei Rechtsanwältinnen. Hauptthema der meisten Beratungstermine sind nach Aussage von Hans-Egon Heinz Nebenkostenabrechnungen. „Wir gehen davon aus, dass bis zu 50 Prozent der Nebenkostenabrechungen in Deutschland fehlerhaft sind“, berichtete der Vorsitzende.

Ein weiteres Thema, das besonders in der Stadt Hanau und ihren Nachbarkommunen eine große Rolle spielt, ist die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für alle Bürgerinnen und Bürger. Thorsten Stolz und Hans-Egon Heinz stimmten überein, dass die Stadt Hanau unter der Führung von Oberbürgermeister Claus Kaminsky viele richtige Entscheidungen in diesem Bereich getroffen hat. So habe sich der Rathauschef erst kürzlich wieder deutlich zum Verbleib der Baugenossenschaft Hanau in kommunaler Hand bekannt. „Diese Aussage ist ein wichtiges Bekenntnis zum kommunalen Wohnungsbau und wird von mir absolut geteilt. Besonders die letzten beiden Jahre haben gezeigt, wie wichtig der soziale Wohnungsbau und die Schaffung von preiswertem Wohnraum für Menschen mit kleineren Einkommen für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft sind“, betonte Thorsten Stolz.

Die Baugenossenschaft Hanau zählt mit ihren rund 6.000 Wohnungen zu den größeren Vermietern in Hanau. „Wir arbeiten sehr gut mit der Genossenschaft zusammen. Es gibt im Vergleich zu anderen Großvermietern, die rein gewinnorientiert wirtschaften, deutlich weniger Probleme bei Abrechnungen. Und auch die Mieten sind deutlich fairer als bei anderen Vermietern in Hanau“, berichtete Hans-Egon Heinz und hob hervor: „Damit stabilisiert die Baugenossenschaft den gesamten Wohnungsmarkt in Hanau“. Vor diesem Hintergrund begrüßt der Mieterbundvorsitzende das Förderprogramm des Main-Kinzig-Kreises zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Ein Förderprogramm, von dem auch Thorsten Stolz überzeugt ist: „Hier setzt der Kreis einen wichtigen Impuls für den Wohnungsbau im Bereich günstigerer Mieten für Menschen mit kleineren Einkommen, die über den Anspruchsgrenzen für den sozialen Wohnungsbau liegen. In diesem Bereich wurde bisher zu wenig unternommen. Daher werde ich mich als Landrat dafür einsetzten, dieses Förderprogramm weiterzuführen.“ 7,7 Millionen Euro will der Main-Kinzig-Kreis für das Förderprogramm insgesamt zur Verfügung stellen.

Einig zeigten sich Thorsten Stolz und Hans-Egon Heinz auch mit Blick auf die Konversionsflächen im Bereich der ehemaligen Kasernen in Hanau. Die Entscheidung der Stadt, dort selbst zu entwickeln und zu steuern, halten beide für richtig. „Jetzt ist es wichtig, über die Hanau Bauprojekte GmbH dafür zu sorgen, dass auf den zu entwickelnden Flächen eine gute Durchmischung an unterschiedlichen Wohnraumangeboten entsteht. Die Stadt hat alle notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen, um „Herr des Verfahrens“ zu werden.“, sagte Thorsten Stolz abschließend.

Foto: Hans-Egon Heinz, Vorsitzender des Mieterbundes Hanau, im Gespräch mit Landratskandidat Thorsten Stolz.


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