Zirka 500 Hanauerinnen und Hanauer nahmen am Wochenende an der Tour über die ehemaligen Militärliegenschaften in den Stadtteilen Wolfgang und Lamboy teil.


Die vier Gelenkbusse der Stadt Hanau waren sowohl am Sonntagvormittag, als auch am Nachmittag voll besetzt. Kundige Führer der Stadt Hanau begleiteten die kostenlosen Touren und gaben Erläuterungen zu Geschichte, Gegenwart und zukünftiger Entwicklung der Konversionsliegenschaften.
"Das Interesse der Hanauer Bürgerinnen und Bürger an der Entwicklung ihrer Stadt ist ungebrochen. Das freut uns sehr!", so Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der die Teilnehmenden vor der Abfahrt der Busse auf dem Parkplatz des Argonnermarkts in Wolfgang persönlich begrüßte. "Wie haben seit dem Abzug der Amerikaner im Winter 2008 sehr viel erreicht: Neue Schulen, Kindergärten und Einkaufsmöglichkeiten, sowie vielfältige Wohnformen für jeden Geschmack und Geldbeutel sind hier in Hanau neu entstanden." Natürlich zähle auch die neue Feuerwache mit Gefahrenabwehrzentrum zu den Errungenschaften der Konversion, so der OB. Die Erfolge könne man auch an dem ungebremsten Zuzug nach Hanau ablesen. "Im Moment sind wir 90.313 Hanauer, das sind netto kapp 2400 Menschen mehr als im Januar 2010. Während andere Kommunen schrumpfen, kommen immer mehr Menschen nach Hanau, denn es hat sich herumgesprochen, dass sich hier was tut!"
Was sich schon alles getan hat in den letzten Jahren, davon konnten die Teilnehmenden anschließend selbst überzeugen. Beim Rundgang durch das neue attraktive Wohnviertel Argonnerpark, bei der Besichtigung der ansprechenden Cardwell-Wohnanlage und der schicken Yorckhof-Stadtvillen im Stadtteil Lamboy, bei der Tour über die ehemalige Hutier-Kaserne, die heute Feuerwache, Rotes Kreuz, Johanniter und DLRG beherbergt, als Firmensitz des Unternehmens R+S aus Fulda dient und zudem neue Heimat von Autohaus Opel-Braas und Gartencenter Löwer ist. Auch Ikea hat sich hier ein 3,7 Hektar großes Stück vom Hutier-Kuchen gesichert. Weiter ging's anschließend zu einer kurzen Rundfahrt zum brandneuen Fachmarktzentrum Kinzigbogen, das am 27. September seine Tore öffnet, entlang am neuen Wohnpark Kinzigbogen, auf dem aktuell 147 Reihenhäuser entstehen.
Neben den bereits so erfolgreich entwickelten Konversionsflächen, erhielten die Teilnehmenden aber auch eine guten Eindruck, welche Aufgaben der Stadt Hanau, die die Planungshoheit inne hält, und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die Eigentümerin der einst militärisch genutzten Flächen ist, noch bevorstehen. Beim der Rundfahrt über die 40 Hektar große Pioneer-Kaserne in Wolfgang wurde das Ausmaß dieser Stadtentwicklungsaufgabe für alle deutlich. Dennoch konnte der OB gute Nachrichten im Bezug auf die Old Argonner Kaserne in Wolfgang verkünden: "Die BImA steht in Endverhandlungen mit dem bevorzugten Investor. Wir erwarten noch in diesem Jahr einen Vertragsabschluss!" Dieses Gelände werde in naher Zukunft von entwickelt und zu einem neuen Wohnquartier mit kleinen Gewerbeansiedlungen werden, so Kaminsky. "Das ist ein weiterer großer Schritt für die Stadt Hanau, aber insbesondere für den Stadtteil Wolfgang, der in den letzten Jahren im Rahmen der Konversion aufgeblüht ist."
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