Großes Abenteuer für junge Musiker aus der Region: Mit mehr als 50 Schülern und Dozenten ist der Hanauer Musikschulverein „Haus der Musik“ (HdM) am Wochenende zu einer Konzertreise ins sonnige Allgäu aufgebrochen.
Großes Abenteuer für junge Musiker aus der Region: Mit mehr als 50 Schülern und Dozenten ist der Hanauer Musikschulverein „Haus der Musik“ (HdM) am Wochenende zu einer Konzertreise ins sonnige Allgäu aufgebrochen.

Schon um 7.30 Uhr startete die Reisegruppe an der Steinheimer Vereinsniederlassung mit einem Luxus-Reisebus nach Pfronten. Dort angekommen, durften sich Schüler und Dozenten bei einer Wanderung zum Kurpark erst einmal die Beine vertreten und eine historische Hammerschmiede besichtigen, bevor dann noch ein Stadtrundgang auf die Teilnehmer wartete. Empfangen wurden die Musiker von Vereinsvorsitzendem Michael Schnadt und seiner Familie auf deren Privatbesitz in Pfronten. Bei Kaiserwetter wurde so eine Willkommens-Party mit Essen, Getränken und einem tollen Bergpanorama gefeiert. In der Jugendherberge in Füssen konnten sich dann alle Reisemitglieder in geselliger Runde näher kennen lernen. Und mitgereist waren viele Musiker aus den unterschiedlichen Zweigstellen des Vereins, der unter anderem Niederlassungen in Langenselbold, Hirzenhain, Ronneburg und Hammersbach unterhält. So waren ein Akkordeon- und ein Perkussions-Orchester, ein Gitarrenensemble, eine Flötengruppe und zahlreiche Gesangs- und Instrumentalsolisten mitgereist.
Am Freitag ging es dann zum Alpenbad nach Pfronten. Aufgrund von Reparaturabeiten mussten sich die mehr als 50 Teilnehmer allerdings mit einem einzigen_Becken begügen – zu klein, wie die Gruppe befand. So wurde kurzerhand umdisponiert. Neues Ziel: Das nahegelegene Weißensee mit seinem Strandbad. Der Badespaß ist allerdings nur etwas für besonders abgehärtete Schwimmer. Dennoch wagten sich einige mutige Musiker ins Wasser. Ein erster Höhepunkt war dann das Konzert am Freitagabend in Europas bedeutendster Rokokokirche St. Ulrich in Seeg. Dort begeisterten die Instrumentalisten im Alter von sechs bis 60 Jahren sowie die Ensembles ihr Publikum. Besondere Höhepunkt war der erste Auftritt der „Haus-der-Musik-Band“, mit Klavier, Keyboards, Schlagzeug und E-Gitarre. Außerdem sorgte Gesangssolistin Marisa Dornhecker für Begeisterung. Nach dem Konzert stand fest: Die wochenlangen Vorbereitungen für die Reise hatten sich gelohnt. Kein Konzert, dass die Musiker aus dem Main-Kinzig-Kreis bei ihrer Reise gaben, blieb ohne Zugabe. Der große Erfolg wurde anschließend bei einer Party im Pfarrheim Seeg gebührend gefeiert. Am Samstag stand ein zweistündiges Open-Air-Konzert auf dem Schrannenplatz in der historischen Altstadt von Füssen auf dem Programm. Bei Kaiserwetter und toller Stimmung konnten viele Einkaufsbummler und Touristen musikalisch begeistert werden. Schon nach wenigen Klängen hatte sich eine große Menschenmenge um die Musiker versammelt. Bei rhythmischen Klängen durch die Band und das Akkordeonorchester tanzten zahlreiche Zuhörer sogar mit. Viele asiatische Gäste, die oft in der Region unterwegs sind, um die Königsschlösser zu besichtigen, sorgten denn auch für zahlreiche Live-Übertragungen des Konzerts via Handy nach China.
Viel Zeit, ihren erneuten Erfolg zu feiern, blieb den Musikern allerdings nicht, denn schon um 19 Uhr ging es weiter zu einem Familienkonzert in der evangelischen Kirche in Pfronten. Der Abend wurde gemeinsam von Vorsitzendem Schnadt und Pfarrer Jörn Foth moderiert. Den erinnerte das Motto der Gäste „Erbarme zu spät, die Hesse komme“ übrigens an seine Jugendzeit und die Musik der „Rodgau Monotones“, von denen das gleichnamige Stück stammt. Viele Besucher waren der Einladung zum Konzert gefolgt, um sich in der kühlen Kirche von den hochsommerlichen Temperaturen zu erholen. Immer mit dabei – der HdM-Fanclub, bestehend aus Familienangehörigen, die zu dieser Zeit Urlaubstage in der Region verbrachten.
Unvergessliches Finale einer beeindruckenden Reise war dann am Sonntag der Auftritt in der Konzertmuschel am Hopfensee und einer anschließenden Einladung in das Hotel Eggensberger in Hopfen, wo die Musiker sich bei kühlen Getränken und einer traumhaften Aussicht mit Bergpanorama in der VIP-Lounge über unendlich viele Weißwürstchen hermachten. Auch die Rückfahrt bot noch viele aufregende Eindrücke. Was bleibt, sind zahlreiche großartige Erinnerungen an gelungene Konzerte und viele neue, geschlossene Freundschaften, die das „Haus der Musik“ mit großzügiger finanzieller Unterstützung seinen Mitgliedern ermöglicht hat. Besonderen Dank spricht Vereinsgründer und Ideengeber der Fahrt, Michael Schnadt, Dozentin Dominika Grigoleit aus, die die Organisation der Reise übernommen hatte.
Wie aus sicherer Quelle zu erfahren war, plant der Verein übrigens bereits eine neue Konzertreise mit vielen Musiktalenten für das Jahr 2019. Diesmal soll es in die Vatikanstadt Rom gehen, wobei das „Haus der Musik“ mit einem dortigen Konservatorium kooperiert.
Foto: Die Teilnehmer der großen Konzertreise am Hopfensee.
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