Die Saison der Stechmücken hat insbesondere in und an Waldgebieten begonnen. Wer dort unterwegs ist – erst recht wo es feuchte Stellen gibt – hat das schon zu spüren bekommen.
Die Saison der Stechmücken hat insbesondere in und an Waldgebieten begonnen. Wer dort unterwegs ist – erst recht wo es feuchte Stellen gibt – hat das schon zu spüren bekommen.
Oberbürgermeister Claus Kaminsky ruft daher die Bevölkerung auf, vor allem beim vorbeugenden Bekämpfen der Quälgeister mitzuhelfen. „Wir können das Problem nur gemeinsam in den Griff bekommen“, appelliert er an Bürgerinnen und Bürger. Er kündigte an, dass der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) in den nächsten Tagen in stehenden Gewässern schwerpunktmäßig den biologischen Anti-Mücken-Wirkstoff Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) einsetzen werde.
Mittlerweile sei es in Hanau löblicherweise „geübte Praxis“, dass viele in ihrem Wohn- und Gartenbereich „gute Arbeit leisten, um eine massenhafte Vermehrung von Stechmücken zu unterbinden“, so Kaminsky weiter. Für Regentonnen, Bewässerungsgefäße und Teiche bietet die Stadt Bürgerinnen und Bürgern wieder Bti in Tablettenform im Stadtladen kostenfrei an. „Wir haben den Vorrat aufgefüllt“, versichert Kaminsky. Als Informationshilfe liegt bei der Stadt Hanau das Faltblatt „Was tun gegen Steckmücken?“ aus. Dieses ist im Stadtladen erhältlich oder im Internet abrufbar unter http://www.hanau.de/lih/natur/arten/059092/index.html.
Der Ratgeber gibt nützliche Tipps, wobei die städtische Naturschutzbehörde die Erfahrung der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V. (KABS) nutzt. Die Broschüre zeigt, wie einfache Mittel schon vorbeugend helfen, um den Mückenkreislauf zu unterbrechen. Dazu zählt beispielsweise kleinere Gartengefäße umzustülpen, damit sich darin kein Regenwasser sammelt. Regentonnen sollten abgedeckt und Flachdächer kontrolliert werden. Aus Vogeltränken und Blumenuntersetzern sollte das Wasser ausgeleert werden. Denn Mückenweibchen legen ihre Eipakete selbst auf kleine stehende Wasseroberflächen. Werden diese Wasserflächen reduziert, so finden die Weibchen keine geeigneten Brutplätze. Das Leeren von Wassergefäßen führt außerdem dazu, dass Mückengelege oder Mückenlarven aufs Trockene fallen und absterben.
In Teichen können Fische eingesetzt werden, denn diese vernichten die Mückenbrut am besten. Überall dort wo dies nicht möglich ist, sollten Culinex-Tabletten mit dem biologischen Wirkstoff Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) zum Einsatz kommen. Damit lassen sich die Mückenlarven im stehenden Wasser von Zisternen, Wassertonnen und Teichen bekämpfen. Hierbei handelt es sich um ein rein biologisches Mittel, das für Mensch und Natur unbedenklich ist.
Was den Wohnbereich angeht, rät die Stadt Hanau zu Fliegengittern vor allem an den Fenstern von Schlafräumen. Für Wald- und Auengebiete, wo die Mückenplage besonders stark ist, kündigt Kaminsky städtische Sprüheinsätze an. „Hanau ist umgeben von Wasserflächen und naturnahen Feuchtgebieten, dort werden wir nicht überall Stechmücken bekämpfen können“, so der OB abschließend. Aber er verspricht: „Wir tun unser Bestes.“
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